Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 5 · p. Seite 172

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 5
Article
Nationalitäten
Date
1867-01-01
Page
Seite 172 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2829132-2829346-2829352-2862798--10561-2862842
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

172 Nationalitäten. die Israeliten sich bis auf ihre Beziehungen zu den Bürgern eines anderen Landes erstrecken, wo die mindeste aus dem Bekenntnisse entlehnte Rechtsungleichheit unbekannt und verabscheut ist. Eine solche Stellung der serbischen Regierung lässt den Israeliten keine andere Hoffnung als auf den Schutz der Grossmächte. Wir appelliren an die grossmüthige Intervention der französischen Regierung zu Gunsten der Israeliten Serbiens. In dem Augenblicke, wo Serbien die Intervention aller Grossmächte anruft, um seine Autonomie zu befestigen, werden Sie es ohne Zweifel für an־ gemessen erachten, ihm die gerechten Klagen der Israeliten Serbiens zu verstehen zu geben, und die Abschaffung aller Regierungsinasregeln zu erwirken, die dem Tractat zuwider sind, welcher zu der Zeit, wo er einen Staat Serbien schuf, die Rechte aller seiner Einwohner heiligte. Es zienrt den Regierungen, welche das Protectorat über Serbien übernommen haben, ihm dieselben Verpachtungen gegen alle Serben ohne Unterschied des Cultus aufzulegen Sie können nicht zugeben, dass die Serben die Macht die ihnen dies fremde Protectorat verleihet, gegen die schwächsten Einwohner des Landes richten. Nichts macht in unserer Gegenwart den Regierungen in ihren internationalen Beziehungen mehr Ehre, als die stete Yertheidigung des Rechts, und es gibt kein gewisseres Recht, kein Recht, das der Unterstützung Ihrer Regierung würdiger wäre, als das der Israeliten Serbiens. Genehmigen Sie, Herr Minister! die Versicherung der tiefen Hochachtung, mit welcher wir die Ehre haben u. s. w N. Levee, Secretär. Ad. Cremieux, Präsident. Die Beantwortung dieses Gesuches ist noch nicht bekannt; die französische Regierung, die sich so grossartig im vorigen Jahre der gemisshandelten Juden zu Bukarest annahm, wird ohne Zweifel auf den Inhalt des Gesuches ein gehen. Auch Lord Stanley versprach im Unterhause den Gesandten Englands in Konstantinopel zu beauftragen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.