Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 8)
- Language
- German
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118 Recensionen und Anzeigen. Als Beispiel diene folgende Parallele: Duschak, S. 7. ״Es entäussert und entschlägt sieb der Mensch eines angenehmen irdischen Genusses und legt diesen Genuss hin auf Gottes geweihten Tisch, um des Allerhöchsten Beistandes theilhaftig zü werden. Von dem Segen, den ihm die Mutter Erde gab, weihte er dem bim milchen Vater, um darzuthun, dass ihm irdischer Besitz und Genuss nicht über Alles gilt. Es war unter den heidnischen Völkern Sitte, am heiligen Orte einen Tisch aufzustellen und diesen von Zeit zu Zeit mit ausgesuchten Speisen zu füllen und Weinspenden damit zu verbinden." Ewald, S. 29. ״Des eigenen süssesten Genusses entäusserte sich der Mensch, damit einem Höheren ein Genuss bereitet und dadurch Segen über die Erde hervorgelöckt würde; und empfing er diesen Segen von der Mutter Erde, so trieb ihn der Dank, einen Theil des Geberflusses zu einem ähnlichen Genussopfer zu bereiten. Gerade unter gewissen Völkern Vorderasiens und Europa'8 entstand so die Sitte, am heiligen Orte einen prachtvollen Tisch aufzustellen und diesen von Zeit zu Zeit mit ausgesuchten Speisen zu füllen; Weinspenden waren damit stets verbunden." In dieser Weise geht es durch das ganze Buch fort» dass für ganz einfache nahe liegende Gedanken Ewald’s Worte entlehnt werden. Wir verweisen ferner auf folgende Parallele: Duschak 8. 8—9 vgl. Ewald 30—33; Duschak S. 9—26 vgl. Ewald 8. 33 ff.; Duschak S. 50-52 vgl. Ewald 80—82; Duschak 143—147 vgl. Ewald 299—312; Duschak S. 154 vgl. Ewald 320. Der bei weitem grösste Theil dieser Darstellung ist aus Ewald entlehnt, und dem Verfasser gehören nur die Belege aus den talmudischen Schriften. Der Verfasser hätte sein Buch unter folgendem Titel herausgeben sollen: ״Ergänzungen nach den talmudischen Quellen zu Ewald’s ״Alterthümern des Volkes Israel". Wenden wir uns zu einer andern Partie des vorliegenden Buches, zu dessen geschichtlichen ״Beilagen", 8. 329—390. Den meisten dieser Beilagen ist die ״Geschichte des Volkes Israel" von Ewald, 2.—3. Band, zweite Ausgabe, in der oben bezeichneten Weise zu Grunde gelegt. Den Reigen der Parallelen mag folgendes qui pro quo eröffnen: