Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 119 (sequence 9)
- Language
- German
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Recensidnen und Anzeigen, Duschak, S. 347. ״Da aber Schilo seit Elfls Tod als Hauptsitz des Heiligthums alle Bedeutung verliert, so ist die Annahme des Talmud’s begründet, dass die siegenden Philister auch Schilo zerstörten." 119 Ewald, 2. B., 540. ״Wenn wir nun sehen, dass Schilo seit Eli’s Tode alle Bedeutung als Hauptsitz des Heiligthums verliert u. 8. w., so müssen wir nothwendig annehmen, dass die Philistäer jenen grossen Sieg auch zur Eroberung Schilo’s und zur Zerstörung seines berühmten Heiligthums benützt haben." Ewald wird also mit dem Talmud verwechselt; einmal, wir erinnern uns nicht mehr der Stelle, widerfährt Ewald sogar die seltene Ehre, mit R. Isserls verwechselt zu werden! (Schluss folgt.) Zur Schulpädagogik des Talmud von Dr. Samuel Marcus. Berlin, 1866. Verlag von Julius Benzian. 8. 54. VIII. Dass der Talmud, welcher seine Existenz dem akademischen Studium und dem unmittelbaren Verkehre zwischen Lehrern und Jüngern verdankt, und der, wie man es nach gewisser Seite hin treffend ausdrückte, eigentlich nur das Protokoll dieser wissenschaftlichen Verhandlungen darsteilt, nothwendiger Weise auch Aeusserungen über das Wesen und die Methode dieses höheren Studiums enthalten wird, lässt sich wohl schon von vornherein schliessen. Aber auch über die Art und Weise des Elementar-Unterrichts zu jener Zeit finden sich im Talmud so viele Bemerkungen, dass ein Unternehmen, wie das vorliegende, diese zerstreuten und abgerissenen Notizen zu einem Systeme der talmudischen Schulpädagogik zu verarbeiten, gerechtfertigt erscheint. — Freilich macht sich hier der Uebelstand geltend, dass die im Talmud allgemein gebrauchten Ausdrücke oft eine sichere Scheidung dessen, was dem höheren Unterrichte gilt, von dem, was sich nur auf den Elementar-Unterricht bezieht, unmöglich machen. Diese in den Quellen herrschende Unbestimmtheit musste nun zwar auch auf die Darstellung des Verfassers einen gewissen Einfluss üben; im Ganzen aber ist es