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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 2 · p. Seite 63

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 2
Article
Die jüdische Religionsphilosophie über die Anthropomorphismen der Bibel
Date
1867-01-01
Page
Seite 63 (sequence 3)
Language
German
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über äitz Antht*opoiriörßhismeii der Bibel. 6A auch die Relation im Munde des Volkes sich erhalten zu haben, dass Schiur Koma ein karäisches Machwerk sei. Noch an Mai״ muni wurde die Anfrage gerichtet, ob es wahr sei, wofür eine Behauptung existirt, dass Schiur Koma von einem Karäer verfasst worden sei3). Und selbst der Mann, der es Saadia und Maimuni nicht vergeben konnte, dass sie Gott jede Gestalt ab״, sprachen, der buchstabengräubige Mose Taku behauptet, von seinen Lehrern gehört zu haben, dass die Schrift Schiur Koma, von den ersten Karäern herrühre und dass sie dieselbe den Rab-״ baniten unterschoben haben4) ■) S. Nite Naamanim pag. 17 und Hatechija I. pag. 43. S. Ozar Nechmad III. pag. 62. Der grell anthropomorphistisclien Schrift Schiur Koma gegenüber steht ein anderes Schriftdenkmal, von dem wir ebenso weder den Verfasser, noch die Abfassungszeit kennen, das aber von ganz ande״ rem Geiste und unendlich edlerer Intention getragen, mit demselben ungefähr dieselbe Entstehungszeit haben dürfte. Wir meinen das bekannte Sefer Jezira. Die im ganzen Mittelalter herrschend gewesene Vorliebe, neuere Schriften und Compilationen älteren berühmten Autoren zu unterstellen, eignete diese Schrift dem mischnischen Lehrer Akiba zu. Jedoch ein Blick in dieselbe genügt, um in ihr das Werk eines jüdischen Arabers erkennen zu lassen. Als Beleg für diese Behauptung führen wir folgende Momente an: 1) Es ist bis jetzt noch nicht befriedigend erklärt worden, warum, abweichend von der hebr* Grammatik, in Sepher Jezira auch das ר zu den Consonanten gezählt wird, die eine Doppelaussprache haben. Hier an das griechische q zu denken, scheint uns ganz unstatthaft, da doch dieses immer die Aspiration erhält — woher demnach die Doppelaussprache? Allein der Verfasser, ein Araber, wird hier von seiner Muttersprache geleitet, da das arabische^ bald mit, bald ohne Aspiration gesprochen wird, 2) Bekannt ist, mit welcher haarspaltenden Wichtigkeit der aristoteli״ sehe Satz von der vovg, vo^cis, vorpov in den arabischen Schulen gedeutet und weitergesponnen wurde. Bei Ibn-Sina bildete das Thema, wie Gott das Denken, das Denkende und das Gedachte sei, einen •der obersten Fragpunkte der Metaphysik, ganz so wie Ihn Esra schreibt: השם לבדו יורע ודעת וידוע, וזה דבר עמוק מאד (Exod. 34, 6). 8. More I., 68. Nehmen wir nun in Sefer Jezira, Mischna I. die Lesung an: ״ ,ספר וסופד וספירdie Zahl, das Zählende und das Gezählte", so hätten wir da die volle Parallele zu jenem Satze, dem die arabischen

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