Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Beiträge zur hebräischen Sprachforschung und biblischen Exegese
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 461 (sequence 7)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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- 7ר ר " V 7'"?^:י י - . und biblischen Exegese. 461 machet (Hitzig). ״Bleib' für dich, nahe mir nicht, denn ich würde dich heilig machen“ (Sachs). ״Nahe zu dir, rücke nicht, denn ich bin dir heilig“ (Knobel). Gegen diese Auffassung haben wir nun Folgendes einzuwenden: a) Die Kai-Form קדש ist stets intransitiv, und hat die hebräische Sprache für das transitive Moment das Fiel und Hifii gebildet. Und wenn Einige קדשתי ממך קדשתיך (Raschi nach Terp. Ponat) oder — קדשתי לך (Knobel) nehmen; so ist gegen Ersteres einzuwenden, dass der Hebraismus die Comparative von קדש gar nicht kennt und eine Steigerung des Begriffe8, wie יקדש קדשים nur in Bezug auf heilige Geräthe, Opfer und Räumlichkeiten des Heiligthums zulässt, niemals aber zum Unterschiede persönlicher Weihe und Heiligkeit; gegen Letzeres muss wiederum geltend gemacht werden, dass in diesem Falle die Angeredeten טמאים sein müssten, wofür jedoch der Zusammenhang keinen Halt bietet. Hätte übrigens der Sprechende gefürchtet, durch die Berührung des Unreinen seine Weihe einzubüssen, so würde er sicherlich die gewöhnliche Redensart: אל תגע בי gebraucht haben, indem die Heiligkeit des Geweihten schon durch die leiseste Berührung eines Unreinen aufgehoben wird, während ר נגש construirt mit י ב fest aneinander sebüessen bedeutet, wie אהד באחד יגשל (Hiob 41, 8). b) Die Anschauung von der möglichen Uebertragung der Heiligkeit auf einen Nichtheiligen durch die Berührung eines Geweihten ist dem Mosaismus fremd, vielmehr kennt dieser eine solche Uebertragung blos bei Gegenständen, wie bei Gelassen und Opfern, aber nicht bei Personen1). Die Auffassung der Worte . . . אל חגע als ob die Sprechenden ihre heidnische Gesinnung, ja ihre vollständige Assimilation mit dem Heidenthum ausgedrückt hätten, scheint uns nicht zutreffend, weil dadurch die Climax in der Specialisirung der Laster nicht hergestellt wird und auch der Uebergang zu אלח עשן nicht einleuchtend ist. *) Wenn Knobel (Lev. 6, 11) übersetzt: ״Jeglicher, welcher sie anrührt, wird heilig, d. 1. er wird dem Keiligthum geweiht und verfällt demselben, so dass er bei ihm Dienste zu leisten hat“, so ist dies ein arger Irrthum (vgl. Sebach. 97; Ramb&m M. Hakorb. 8, 15 —16).