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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 12 · p. Seite 451

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 12
Article
Der Einfluss des Judenthums auf die Entstehung und Ausbildung des Islam nach den neuesten Forschungen von Sprenger und Nöldecke
Date
1866-01-01
Page
Seite 451 (sequence 11)
Language
German
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ÄüsbiMumg des Islam nach den. neuesten Forschungen, 451 Religionen. Daher gedenkt er zuerst der Juden freundlieh, lobt sie als Verehrer des einen Gottes und nimmt viele ihrer Gebräuche und Ceremonieen in sein Religions- System auf. Die Kiblah nahm er nach Jerusalem, auch noch eine Zeit lang nach der Flucht, das Fasten des Asurah, dem Versöhnungstage der Juden entsprechend, wurde ebenfalls eingeführt, desgleichen die wichtigsten jüdischen Speisegesetze. Der Beiname Gottes j\ ו der in einer Periode seines Lehramtes so häufig vorkommt, dass er den Namen Allah fast verdrängt, ist wahrscheinlich dem hebräischen הרחמן oder רחמנא entlehnt; denn wenn auch bei . den Himjariten der Name רחמגן als Bezeichnung der Götter vorkommt, so beweist doch der Sure 13, 29 erwähnte Umstand, die Mekkaner hätten Anstand genommen, Birm illahi Rachmäni u. 8. w. zu schreiben, da sie nicht wüssten, was Rachmän wäre, dass dieser Name vor Muhammed im eigentlichen Arabien ganz unbekannt gewesen ist. Auch die Bezeichnung der einzelnen Capitel des Korän mit dem Namen ״Sara" entspricht dem hebräischen Worte שורה Reihe. Allein die Freundschaft zwischen Muhammed und den Juden hatte nicht lange Bestand; Letztere erkannten sehr bald die Gefahr, die ihnen von dieser Seite her drohte, und machten daher schon in Mekka Versuche, Muhammed Gewalt anzuthun. Allein da ihre Zahl und ihr Einfluss in Mekka nur gering war, vermochten sie nichts auszurichten, schadeten sich vielmehr selbst, verbanden sich aber später mit den Koraisehifcen, um die Vertreibung Muhammed's zu bewirken. In Medina, wo die Juden sehr zahlreich vertreten waren, und woselbst die Araber durch den Umgang mit ihnen sich allmählich an den den Mekkanern gänzlich unbekannten Begriff der Offenbarung gewöhnt hatten — ein Umstand, der dem Muhammed seine Aufgabe wesentlieh erleichterte—, versuchte der ״Prophet" von Neuem, die Juden zu sich herüber zu ziehen, allein es gelang ihm nur bei sehr wenigen. Der bei weitem grösste Theil derselben trat ihm feindlich entgegen, bereitete ihm SchwierigkeittzKaller Art, brachte ihn durch spitzfindige Fragen W ■M

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