Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Über den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern bei den Juden
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 10)
- Language
- German
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" r?V"J. 'K f'P/. ^׳*t-'! CB84' Ueb'^r den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern Aufwande vieler Wissenszweige bestrebt sieb Dunasch■ Erklärung in wenig anschaulicher, ja unklarer Sprache -7die viel• leicht nur Uebersetzung aus dem Arabischen ist.—־, tiefe und anerkannte Wahrheiten in dem heiligen Büchlein zu erweisen, und gibt ihm, wie wir schon früher bemerkt haben, namentlich die Erklärung des im Jezirah textartig verschieden aufgefassten und belegten Satzes ,עשד פפירלת בלי הף> dieses wahren Crux interpretum, gar viel zu schaffen. Er erkennt in den Sephirot ״Zahlen“ als die Fundamental-Grossen %ax h%o%r\v und nicht etwa die schöpferischen Aeusserungen Gottes, die Ausflüsse seiner Macht, die göttlichen Eigenschaften, wie der Talmud (Chagiga 12a) und später die Kabbalisten die Sephirot auffassen; die Begründung aber dieser seiner Erklärung stützt er merkwürdigerweise auf die charakteristische Eigentümlichkeit des Zahlen- und Ziffernsystems der Inder, nach welchem die neun ersten Zahlen den Ausdruck für alle möglichen Zahlengrössen geben. Wir geben weiter ein paar wichtige Sätze im Texte, und wollen nur noch früher des vollständigen Verständnisses des ganzen Passus wegen es versuchen, in dem Gedankengange des Autors, der mehr zu errathen als zu erkennen ist, uns Klarheit zu verschaffen. ״Zehn Zahlen gibt es, und Nichts weiter“ — so etwa die Uebersetzung des Satzes im Sinne D.’s. — Nun die Begründung: Durch nur 9 Zahlen werden nach dein Systeme der Inder• alle möglichen Zahlengrössen ausgedrückt, es ist also in den neun Zahlen jedwede Grösse, die ganze Masse und Mannichfaltigkeit alles Seienden, Realen enthalten. Das Buch Jezirah spricht aber von 10 und nicht von 9 Sephirot, weil die Zahl zehn erst eine Einheit (für die Hunderte) ist — eins ist nicht Zahl, sondern nur Bezeichnung des Begriffes Einheit und Ursprung der Zahlen — und so die gesammte materielle Welt in ״zehn" und also in*der Einheit (Gott) wieder gipfelt. Dieser letztere Gedanke, auf den Dunasch nach früheren. Künsteleien kommt, ist erhaben, dennoch aber lässt es sich nicht verkennen, dass die Grundgedanken Dunasch’ den Grundtheorien der pythagoräischen Zahlenlehre frappant ähnlich sehen. Gehen wir nun an die nähere Skizzirung! Nachdem der Verfasser die vorn B. J. angedeutete Analogie der 10 Seph. mit den 10 Fingern der Hand durch den Gebrauch der Finger zur Bezeichnung der