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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 10 · p. Seite 383

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 10
Article
Über den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern bei den Juden
Date
1866-01-01
Page
Seite 383 (sequence 9)
Language
German
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® ול ז bei den״ Juden! V 383 hohe Alter, das dem Buche vindicirt wurde— der Patriarch Abraham wurde sogar als dessen Autor genannt, — das Rathsel׳־: hafte der Sprache, das Gebeimnissvolle der Zahlen- und Buchstabensymbolik, und ähnliche andere Umstände hatten diese Schrift in einen gewissen nebelhaften Glorienschein von Heiligkeit gehüllt, und so kam es immer, dass Werke wie das Buch der Schöpfung eine fast mägische Anziehungskraft seiht auf nüchterne Geister ausgeübt. Saadia Gaan, Isaak Israeli,7) Sabbatai Do-nnolo und viele Spätere schrieben Commentare zum Jezirah, Dichter (Salomon Gebirol, Ibn Giat, Moses ibn Esra) benützten es häufig, paraplirasirten es sogar, Religionsphilosophen, selbst Exegeten beziehen sich auf seine Ansichten (bes. Jehuda ha-Levi und Ibn Esra)! Wie gering nun auch der Werth der in das Gebiet der Mystik einschlagenden Schriften direct für unsere Untersuchungen ist, so haben die Werke der Späteren über diese um so mehr Bedeutung für uns, weil in solchen Commentationen der ganze Wissenskreis des jedesmaligen Autors am deutlichsten sich abspiegelt — und verdankt der Unterzeichnete gerade einem solchen Commentare die Entdekkung einer Thatsache, die schon an und für sich von hohem Interesse ihm den Weg zu Schlussfolgerungen gewiesen hat, welche den Kern dieser Untersuchung bilden. Von dem handschriftlichen Jezirah-Commentare des vielseitigen jüdischen Gelehrten Abu-Sahl Dunasch ibn Tainim (c. 900—960) sind wenige Stücke, auf die wir uns schon einmal bezogen haben, veröffentlicht worden (Orient, 1845 c. 563 und nach der leider corrupten H.-S. oder Abschrift desselben Münebener Codex, von Dukes, in Kontres ha-massoret). Mit einem 7) 8. Sachs’ Hypothese, der sich Grätz anscliliesst, Israelis Jez.- Commentar sei identisch mit seinem Werke Über das Hexaemeron (Perusch Jez.), hat nicht viel für sich, da sie nur auf ein argmnentum e silentio sich stützt. Abgesehen aber dass ר^א ראינו אינו ראייה so sprechen die ausdrücklichen Anführungen bei Bedaresi (Vertheidigungsschr. in Respp. b. Aderet) und Gerschon b. Salomon (Schaar ha-schom.) laut genug gegen diese — eben nur scharfsinnige — Annahme.

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