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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 10 · p. Seite 381

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 10
Article
Über den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern bei den Juden
Date
1866-01-01
Page
Seite 381 (sequence 7)
Language
German
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bei den Juden. \ .-־■ Schwierigkeiten, die theiJs Spräche theils Inhalt bieten, Was die erstere betrifft, so sind zumeist die termini technici, der Schlüssel des Verständnisses, in ihrem oft abenteuerlichen Ausdrucke, weil aus verschiedenen Sprachen in das Hebräische übersetzt, wahre Hieroglyphen, noch grösser aber sind die Hemmnisse, die der Inhalt dem Verständnisse in den Weg zu legen pflegt, der, wo die Grenzen des eigentlichen Gegenstandes der Behandlung verlassen sind, und der Ton nüchterner Belehrung verloren geht, eine metaphysisch und mystisch reflectirende Färbung annimmt, welche weit räthselhafter ist als in ähnlichen Werken anderer Völker, weil jüdische Scribenten iri ihrem Forschertriebe alle ihnen zugänglichen Wissenschaften berücksichtigten, und dann aus der Masse ihres vasten Wissens Compilationen von eklektischem Charakter erzeugten, deren Bewältigung enorme allseitige Studien verlangt. Man erkennt also bald, dass man um sich in dem Literaturkreise der Profan- Wissenschaft der nachtalinudischen d.i. geonäischen Zeit zurechtzufinden, unterscheiden muss: Schriften von objectiv wissenschaftlichem, und solche von unbestimmtem, sagen wir mystischreflectivem Charakter. Zu den ersteren gehören vorzüglich die sehr alte (jungst von Steinschneider aus einer Münchener H.-S. edirte) geometrische ,,Misclmat ha-Middot“ oder Boräita der 49 Middot, wie sie später oft citirt wird, und die von jiidisehen Mathematikern und Astronomen nicht minder hochgeschätzte astronomische Boraita des Samuel.€) Streng beim Ge־־ genstaride verharrende Objectivität und Nüchternheit zeichnen die beiden vielleicht gar in die talmudische Zeit hinaufreichenden Literaturwerke aus, von denen besonders das erstere iri einer strict an den Mischnastil sich haltenden Sprache — freilieh bietet der Ausdruck auch der R'athsel genug — ein Muster 6) Sabb. Donnolo erzählt, er habe auf seinen weiten Reisen das astronom. Wissen der Araber, Babylonier, Inder, Griechen und Makedonier (— Byzantiner?) aus Original werken kennen gelernt, und habe gefunden, dass deren Ansichten mit denen der jiid. Gelehrten übereinstimmend seien — die Quelle für diese sei aber nur die Bor. d. Saiuuel! (Einleit. z. Jezirat-Commentare im Me 10 Chofnajim edid. Geiger, 6. 32.)

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