Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 346 (sequence 8)
- Language
- German
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346 Beitrage zur samaritanischen Peütäteuch- Exod. 35, 35 השבי סהשבלח scheint der Paraphrast חשב ih dem Sinne ״geschätzt, kostbar“ genommen zu haben, den es schon im hebr. (vergl. des. 13, 17; 33, 8:; 53, 3, Naleach 3, 16), wie die Uebersetzuhg der sam. Paraphr. zu Deuter. 33, 12 und 21, die wir weiter unten besprechen werden, weist unzweideutig darauf hin, dass der Uebersetzer arabisch verstanden haben muss. Wir gestehen, dass wir durch diese Bemerkung in unserer weiter oben ausgesproebenen Ansicht, das 2Jccp,UQ£ixvaov sei blos eine bruchstückartige lieber- Setzung der sam. Paraphr., eine Zeit lang schwankend gemacht wor* den sind, weiL die Paraphr. durch diese Annahme, wie auch Herr Prof. Noldeke in seiner Recension unserer Dissert. (Göttinger gelehrte Anzeigen 1865, 6. 1304) bemerkt hat, in ein viel zu hohes Alter hinaufgerückt wird. Und in der That scheint ein Uebersetzer, der arabisch versteht und sich so häufig Arabismen bedient (Eichh. EinIeit. in das A. T., § 303, Anm. h.), wie Cs der unsrig-e thut, kaum in •die erste Hälfte des 3. Jahrh. n. Ohr. gesetzt werden zu können, in dem er nothwendig gelebt haben muss, wenn das Sa11aqB1x1%bv^ dessen schon Kirchenväter des 3. Jahrh. Erwähnung thun (Wiener a. a. 0. 'S. 9), ihn! gefolgt sein sollte. So gewichtig dieser Einwand auch immer ist, so scheint er uns am Ende doch Nichts zu beweisen, weil durch ihn das Alter der sam. Paraphr. wieder viel zu sehr herabgedrückt würde, in die nachmohammedanische Zeit, wie es Frankel ^Verhandlungen der ersten Versammlung deutscher und ausländischer Orientalisten, Leipzig 1845, S. 10) wirklich thut. Eine solche Annahme widerspricht zu sehr der geschichtlichen Thatsache, dass, :bei den Samaritanern nothwendiger Weise zuerst ihr eigener Dialect, später, mit dem Eindringen des Griechenthums, die griechische Sprache üblich sein musste, die schliesslich, nach der Eroberung Palästinas durch die Araber, der arabischen weichen musste. Die zeitliche Aufeinanderfolge der samaritanischen Pentateuch-Uebersetzungen scheint uns dadurch nothwendig so gegeben zu sein, wie wir sie in unserer Dissertationsschrift (S. 3) bezeichnet«?.!!: sam. Paraphr., -57a4uap£m5c6v, Abu- Said. Unmöglich können die Samaritaner, bei denen die arabische Sprache sich so schnell einbürgerte, dass sie sich schon frühzeitig der Uebersetzung des Saadias, gewiss ungern, bedienen mussten, und bei denen sich schon im 11. Jahrhundert die Nothwendigkeit einer arabisch-samarit. Pentateuch-Uebersetzung herausstellte (vergl. de Saqy, in Eich kor n׳s allgem. Biblioth. Bd. X., S. 16), erst in der nachmohammedanischen Zeit daran gegangen sein, ihren Pentateuch in ihren eigenen Dialect zu übersetzen, nachdem dieser schon längst