Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Eine neue Entdeckung zur Entzifferung der Hieroglyphen
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 298 (sequence 4)
- Language
- German
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.298.V Anatekten. Setzung gab (Archaeologia, vol. XXX VIIL)? wird dem Gott Amen־ Ra in seiner Anrede an den König eine Phrase in den Mund gelegt, welche dieser ausgezeichnetste unserer Hieroglyphen- Dolmetscher wiedergibt mit ״leitend deine Arme mit Leben (directing thy arm8 with life)." Auch Herr von Rouge, welcher bald hernach mit einer zweiLen Version der Stelle in der Revue Archeologique folgte, eignet sich diese Uebersetzung an, die in der That, so klar ist die Stelle, einfach eine sich von selbst verstehende Sache war. Keiner dieser beiden grossen Agyptologen hat indess das alphabetisch geschriebene Wort HA-U übersetzt, welches für membra, Glieder, gebraucht wird, und welches — neben dem gewöhnlichen bildlichen Determinativ für dieses Wort, durch das die Ausdrücke für Augen, Ohren, Arme, Hände, Beine etc. angedeutet zu werden pflegen — die als Arme wiedergegebene Gruppe begleitet. Auch ist es nicht leicht zu begreifen, wie sie dies gethan haben könnten. Das Wort HA-U ist hier öffenbar nichts Anderes, als ein geschriebenes Determinativ des Sinnes. 4) Die wahre Successionsordnung der vier Könige der achtzehnten Dynastie, von welchen die Denkmäler den Beweis 116־ fern, dass sie zwischen Amenophthis III. (dem Memaou der Griechen) und Horns regierten, ist ein verwickeltes und noch ungelöstes Problem. Die Iiauptschwierigkeit liegt in dem Nebeneinanderstehen (rapprochement) der vier hieroglypbischen Königs8ehilder und der vier Manetho’schen Namen, welche ihnen unzweifelhaft entsprechen. Die monumentalen Andeutungen weisen augenscheinlieh die Priorität unter den vier Königen demjenigen zu, dessen Schild sich auf den Barkal-Löwen im britischen Museum findet, und dessen Name (z. B. von Brugsch, Histoire de l’Egypte, p. 122) A-men-tut-Anch Hag-An-Res gelesen wird. Unglücklicherweise ist bisher Niemand im Stande gewesen, eine ertragliehe Verbindung herzustellen zwischen diesem Namen und dem des ersten Manetho’schen Königs, welchen überdies der gegenwärtige griechische Text ausdrücklich zu einer Tochter (Svyarrjp 'JxdyxQ71s, Josephus c. Ap. 1, 15)') seines Vorgängers macht, י) An dieser Stelle schreibt der griechische Text des Josephus in der Dindorfsehen Ausgabe *Amy%1qQrj£%