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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 8 · p. Seite 299

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 8
Article
Eine neue Entdeckung zur Entzifferung der Hieroglyphen
Date
1866-01-01
Page
Seite 299 (sequence 5)
Language
German
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Analekten. 299 während man von dem Barkalkönig sagen kann, dass jeder Zoll an ihm ein König war. In der Tliat war keiner der vier Herrscher eine Königin. Jetzt schmeichle ich mir, etwas zur Beseitigung dieses Steines des Anstosses thun zu können. Ich verdanke den ersten Strahl Lichtes auf diese dunkle Materie meinem geschätzten Freunde, Prof. Plath in München, dessen ״bewundernswertlies Werk“, wie Dr. Birch es nennt, über Manetho und den Turiner Papyrus-Kanon der Pharaonen, und seine nicht weniger wundervolle Arbeit über die ״Thierkreise von Dendera“ nicht dringend genug der öffentlichen Aufmerksamkeit empfohlen werden können. Er sieht in dem ״Hakanchres“ Manetho’s die hellenisirte Form des ״Hag-An-Bes“ des Wappenschildes, was bedeutet: ״Herrscher des südlichen An oder von Heliopolis.“ Diese Identification aufgreifend, bestehe ich darauf, dass das Wort ״Amen“, in der ersteren Hälfte des Schildes, hier überhaupt nicht der Name des Gottes ist, <— ״lebender Pfeiler Amen’s“ würde die sogenommene Uebersetzung sein, sondern dass es in seinem wohlbekannten Sinne von Denkmal, Obelisk und dergleichen gebraucht wird. Kurz, es ist nichts mehr als das geschriebene Determinativ des genau synonymen koptischen Wortes Thurt ■( Säule, Pfeiler), welches daneben steht. Daher wurde es nicht ausgesprochen. Und nun ist die Verbesserung des absurden Bvyatriq in Manetho’s verdorbenem Text leicht. Wir" müssen lesen BTTÄTTHH. Die ״Tochter“, von welcher die Denkmäler nichts wissen, verschwindet, und der echte Manetho’sche Name Thutanges Hakanchres nimmt seine berechtigte Stelle in der griechischen Ueberlieferung wieder ein. Zur Erläuterung einer auffallenden Uebersetzung der Septuaginta. Die Septuaginta legt an unzähligen Stellen eine solche Un״ künde an den Tag, dass mit manchem Hechte nur selten an eine Ehrenrettung gegangen wird und man das Verfehlte auf Rechnung der Unwissenheit des Uebersetzers bringt, von welehern Vorwurfe selbst die Annahme eines anderen ihm vorgelegenen Textes ihn nur in seltenen Fällen zu befreien vermag. 23'

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