Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Eine neue Entdeckung zur Entzifferung der Hieroglyphen
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 297 (sequence 3)
- Language
- German
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Analekten. 297 aabt habe auf die Wahl des Löwen, insbesondere als das Bestimmende dieser und ähnlicher Gruppen. Ich begnüge mich 7ielmehr mit der Bemerkung, dass sich eine viel einleuchten־ lere Erklärung in dem Zusammentreffen des egyptischen Wortes mou für Wasser mit dem identischen Wort für Lowe in derselben Sprache findet. Es ist klar, dass in der von Dr. Brugsch angeführten Gruppe der Löwe die Function eines phonetischen Sinndeterminativs des begleitenden Wortes ATeR — Wasserbehäiter oder Cysterne erfüllt. Demgemäss ist es zuweilen durch das Bild eines Pfuhls ersetzt, und in vielen Fällen davon begleitet. 2) Je mehr ich über das nächste Beispiel nachdenke, desto wundersamer erscheint es mir, dass wir das fragliche Phänomen so lange übersehen konnten. Die Cap. 145 und 146 des Rituals,, oder des Todtenbuches, welches das tägliche Studium jedes Egyptologen ist, handeln von den Pylonen der elysischen Felder, in welchen Osiris wohnt. Das koptische Wort für Pylon, sbe, kommt in diesen zwei Cap. mehr als vierzig mal vor, und ist stets begleitet nicht nur von dem Bilde eines Pylon, sondern auch von dem hieroglyphischen Aequivalent des genau gleichbedeutenden koptischen, in alphabetischen Hieroglyphen geschriebenen Wortes haeit. Dies ist genau dasselbe, als wenn wir das Wort Thüre unmittelbar neben das Wort Thor zu schreiben und noch obendrein das Bild eines Thors zu zeichnen hätten. In der That ist in sechszehn dieser Fälle das Wort haeit zwischen den ersten und letzten Wurzelbuch staben! des Wortes SBe geschrieben. Es würde zweifelsohne passender sein für ein Kind als für eine erwachsene Person, das Wort Thüre mit dem Worte Thor zwischen R und E zu schreiben, zu geschweigen von der Beifügung eines Gemäldes des Gegenstandes. Allein es darf nicht vergessen werden, dass wir es hier mit der Kindheit der göttlichen Schreibekunst zu tliun haben, und diese Superfötation der epexegetischen Hülfe ist notorisch ganz im egyptischen Style, der weit öfter ״dunkel ist durch Uebermass von Licht" als aus irgend einer andern Ursache. \ 3) In der zweiten Zeile einer interessanten geschichtlichen Stelle Thotmes’ des Grossen, die neulich von Marietüe Bey entdeckt wurde, und von welcher Dr. Birch zuerst eine Ueber- Frankel, Monatsschrift. XV. 8. 23