Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Rückblick auf die Zustände der Juden in Frankreich, Italien, dem Orient und der Nordküste Africa's während der letztvergangenen Decennien
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 291 (sequence 11)
- Language
- German
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- Tunis 1× ep/1048155
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r in.Fi'iin'kreich, Italien,׳dem Orient 11. d. Nbrdküste Africa’s. 291 nach den französischen Mittelpunkten oder den eurepäisehen Territorien zu constatiren; und dabei muss man hinzufügen, dass die Militär beamten sich dem Eindringen des• europäischen oder jüdischen Elementes, wie sie es nennen, nicht immer sehr günstig gezeigt haben. Aus Irrthum und durch die äusseren Zeichen einer falschen Unterwürfigkeit ge״ täuscht, ziehen sie die Araber vor, diein dem Säbel das machtigste Werkzeug der Herrschaft erkennen, aber trotz aller Massregeln, welche die Regierung zu ihren Gunsten getroffen hat, unverändert und fast unbeweglich geblieben sind Ja, man muss es laut aussprechen, unsere Glaubensgenossen haben von der französischen Besitzergreifung grossen Nutzen erlangt. Manche haben dadurch einen Zuwachs an Vermögen und Reichthum erhalten. Andere besitzen Ehrenstellen, denen sie einen hohen Werth beilegen; aber sie sind auch die Einzigen, die Frankreich wirklich gewonnen hat, die zunächst für sich, und in der. Zukunft für ihre Nachkommen Frankreich angehören. Sie haben ihre und ihrer Familien Zukunft auf den definitiven französischen Besitz gegründet, während die andern Einwohner sicherlich sehr erfreut sein würden beim Empfange einer betrübenden Nachricht, die uns zwingen könnte, dieses Land zu verlassen, das unter der französisehen Herrschaft sicherlich einst glücklich sein wird. Von wo sie nur können, von Tunis wie von Marocco kommen die Juden, um sich niederzulassen und ihren festen Wohnsitz aufzuschlagen unter einer Regierung, die ihnen Sicherheit, Schutz und die Möglichkeit verspricht, in Ansehen, Ehre und Wissen zu steigen. Hiervon bemühte ich mich, im Vereine mit Herrn Altaras, der mich auf meiner Rückkehr nach Paris begleitete, alle Diejenigen zu überzeugen, welche auf die Lösung der mehr scheinbaren als wirkliehen Schwierigkeiten einen heilsamen Einfluss auszuüben im Stande waren. Der König Louis Philippe, wie sein Sohn, der Herzog von Aumale, der künftige Generalgouverneur von Algerien, hörten gütigst alle Bemerkungen an, die ich mir mit dem