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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 7 · p. Seite 265

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 7
Article
Die Psalmen 120 - 135 nach ihrem Inhalte und ihren historischen Beziehungen erläutert
Date
1866-01-01
Page
Seite 265 (sequence 5)
Language
German
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nach ihrem Inhalle ühd ihren hist. Beziehungen erläutert. 265 . dass Gottes Schutz die einzige und allseitig ausreichende Stütze des jüdischen Gemeinwesens sei. Da in V. 5 על, Schatten, wie Jes. 25, 4 für Schattengeberj Beschützer steht und nicht, wie Lakemacher (citirt von de W.) meint, einen Sonnenschirm bedeutet, so braucht man nicht mit de W. על יד ימינף von צלף zu trennen und auf 2 שמךףU beziehen. Der Beschützer wird übrigens zur Rechten vorgestellt, weil er da den kämpfenden rechten Arm vertritt. In V. 6 braucht man wiederum nicht mit den meisten Ausll; an Leid zu denken, das der Mond sonst zufügt, an Krankheiten, welche das Licht dieses unschuldigen Trabanten in Wahrheit oder ״nach der Vorstellung des Orients" unter den Merischen verursacht. Vielmehr enthält der Vers nur den allgemeinen (von de W. richtig erkannten, aber durch unpassende Beispiele erwiesenen) Gedanken, dass Israel bei Tage und bei Nacht nichts Schlimmes begegnen werde. Da das ,,grosse Licht" zur Herrschaft des Tages, und das ״kleine Licht" zur Herrschaft bei Nacht eingesetzt ist (Gen. 1, 16), so wird durch eine Rede• figur (der keine besondere reale Vorstellung zu Grunde zu liegen braucht), was am Tage geschieht, dem Einflüsse der Sonne, jeder nächtliche Vorgang dem Monde zugeschrieben. Uebrigens können ״die feuchten Nebel der Nacht, das schwankende, zitternde Licht des Mondes" und dergl. auch nach der Vorstellung des Orients unmöglich den Bestand eines Staates erschüttern, sondern höchstens Erkrankungen veranlassen, von solchen aber oder von einer Befürchtung derselben ist an keiner Stelle des Psalms die Rede. (VergL weiter zu V. 7.) Wie die Dinge, die am hellen Tage geschehen, ״vor den Augen der Sonne" vorgehen (vergl. 2. Sam. 12, 11), so können auch durch eine etwas kühnere Redewendung Sonne und Mond als Ursachen derjenigen Uebel dargestellt werden, die von ihnen zwar beleuchtet werden, an denen sie übrigens aber völlig schuldlos sind. Man vergl. ausserdem Deut. 83, 14, wo die innerhalb einzelner oder weniger Monate reifenden Früchte ״Trieb der Monde" genannt werden, obgleich auf das Hervortreiben derselben die Sonne sicherlich viel grösseren Einfluss übt, als der Mond. — Wäre in V. 7 נפשף mit den Ausll. durch ״Leben" zu übersetzen, so enthielte dies zweite Glied eine Abschwächung der ersten Vershälfte. Denn wenn eben nur das Leben bewahrt wird, so ist

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