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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 7 · p. Seite 264

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 7
Article
Die Psalmen 120 - 135 nach ihrem Inhalte und ihren historischen Beziehungen erläutert
Date
1866-01-01
Page
Seite 264 (sequence 4)
Language
German
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864;’ -L DIe Psal1i1en l20—135 ’;: vh .uL\^ א5^ המרים in V. 1 nicht nach Kimchi ״auf den Bergen״ über-‘־ tragen, dass die Vorstellung entstehe, der Umschauende habe Berge bestiegen. Denn es wurde dann wohl des Hinaufsteigens besonders gedacht sein, auch wäre der Artikel weggelassen, da es genügen konnte, einige Berge bestiegen zu haben. Vielmehr ist mit den meisten AuslI. an der Vorstellung festzuhalten, dass der Sänger, im Thale stehend, nach den Spitzen der umliegenden Berge ausgeschaut habe, ob nicht von einer Seite Kriegs־* schaaren ihm zu Hülfe kommen. (Vergl. Rieht. 9, 36, wo in gleicher Weise nach Feinden gespäht wird.) Knapp erinnert richtig daran, dass Jerusalem nach Ps. 125, 2 ״rings von Bergen umschlossen war." Die ganze Situation ist natürlich nur bildlieh zu verstehen von der Besorgniss des kleinen jüdischen Gemeinwesens, das, von verhältnissmässig wenigen Bürgern neugebildet, leicht den Angriffen der umwohnenden Nachbarvölker preisgegeben war, und überhaupt die Bedingungen selbständiger staatlicher Existenz nur dürftig und spärlich besass. — Von welcher Seite, d. h. von Seiten welches mächtigen Nachbar- Staates werden wir den nöthigen Schutz finden? hätte Israel fragen können, wenn es eben noch so schwach im Gottvertrauen gewesen wäre, wie in den Jahrhunderten vor dem Exil (vergl. z. B. Hos. 12, 2 u. a. St,). Jetzt aber hat es durch seine wunderbare Erhaltung und Wiederherstellung in schwieriger Lage auf den himmlischen Erlöser als einzigen Hort vertrauen gelernt. Jetzt sagt Israel: ״Der den Himmel und die Erde gebildet hat," wird auch (vergl. Jes. 51, 16 u. a. St.) unseren neugegründeten Staat zu stützen und zu schützen vermögen (V. 2). Er wird denselben behüten und schirmen, wie Er Israel bisher geschirmt hat (V. 3 und 4), ruft der Sänger seinem gläubigen Volke zu. — Die Verneinungspartikel אל in V. 3 hat Ewald richtig als Ausdruck der subjectivea Ueberzeugung, entsprechend dem gr. bezeichnet, Sobald der Dichter aus des Volkes Worten in V. 1 und 2 erkannt hat, dass es sich nicht mehr auf Menschen^ sondern auf Gottes Gnade stützt, wird in ihm die Ueberzeugung lebendig, die er freudig verkündet, dass der neue Staat auf festen Grundlagen ruhen weg?de. Diese Erinnerung an bisher empfangene Beweise göttlicher Gnade bringt alsdann in V. 5 und 6 das Bekenntnis« zur Reife,

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