Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Über den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern bei den Juden
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 260 (sequence 7)
- Language
- German
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260 Heber!Sen iruhzeitigen Wendung der indischen Arithmetik und der Ziffern, .מנין:.. בני חלדו leicht ausgeführt und gelöst wurde, wie in dem Lalitavistara und in dem Arenarius des Archimedes, da man bei allen diesen Beispielen dieselbe Operation anwenden muss. Es ist im Grunde einerlei, die. Zahl der Senfkörner in 10,000 Metzen Senf und die Tropfen im Meere, oder die Atome in einer Meile und die Staubkörnchen im Weltalle zu zählen und zu berechnen. Wir haben hier überall das Streben, für das Unzählbare und Unermessliehe einen Zahlenausdruck zu finden.—Bekanntlich nahm Archimedes von der Behauptung, dass der Sand unzählbar sei, Veranlassung in seinem Arenarius, 1^ccf111k71sy eine Zahl zu berechnen, die grösser ist als die Zahl aller Sandkörner, welche der Weltraum zu fassen vermag. Auch Dunasch b. Tamim suchte eben darum R. Saadias mit seiner Erklärung des בלימה בלומה das Abgeschlossene, Unzählbare zu bekämpfen, weil wir ja selbst für das scheinbar Unermessliche leicht einen Zahlenausdruck finden können, und z. B. die Zahl der Senfkörner in 10,000 Metzen Senf zu berechnen vermögen. Werfen wir noch einen Blick auf die Bibel, so fällt uns dabei unwillkürlich die erhabene Stelle Jes. 40, 12 ein: ״Wer hat gemessen mit seiner Handhöhle die Gewässer, und die Himmel mit der Spanne ausgedehnt, und fasste in ein Maass den Staub der Erde, und wog auf der Wage die Berge und die Hügel in Wagschalen?" Allein gerade, weil der Prophet auf das wirkliche Messen mit der Hand in dem Maasse das Hauptgewicht legt, lässt sich wohl vercnuthen, dass derselbe das arithmetische Berechnen der Ausdehnung des Himmels und des Raum- Inhaltes der Erde für möglich hielt, d. b. wie viel Handhöhlen die Gewässer, Spannen der Himmel und wie viel Maasse Stäubeben oder Atome die Erde enthalten mag. Hingegen spricht bekanntlich eine Stelle die Unzählbarkeit des Staubes deutlich und klar aus und zwar: 1. B. M. 13, 16: ״Und ich werde machen deinen Samen wie Staub der Erde, dass, wenn Jemand vermag zu zählen den Staub der Erde,, auch dein Same wird gezählt werden." Onkelos übersetzt hier auch zum Kriege gegen die Perser bewegen, wollte, diesen eine Karte oder Erdtafel, jjateog %lva%.