Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Über den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern bei den Juden
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 261 (sequence 8)
- Language
- German
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der indischen Ziffern bei deü Juden. 261• diesem gemäss die Stelle negative כמא דלית אפשר לג5ר למהני ית עפרא וכף• Pseudojonathan aber, der wohl die Sage von der buddhistischen Berechnung der Uratome einer Meile oder von der archimedischen Sandrechnung, Arenarius kannte, nahm daher Anstoss an der Behauptung der Bibel, und darum übersetzte er die Stelle, um den Widerspruch abzuschwächen, im unpositiven sinne: דהיכמא דאית אפשר לממני ית 7מדא דארעא אף כן בנך אפשר דיתמנון- Hier wird also nicht die Unmöglichkeit des Zählens des Staubes der Erde geradezu behauptet, sondern bloss die höchste, fast allgemein von den Menschen als unberechenbar und immens gehaltene Zahl und Vielheit ausgedrückt, ob schon an sich die Möglichkeit der Berechnung zugegeben werden kann. Die Peschitto übersetzt ebenfalls zum Theil wie Jonathan; aber mit Aenderung der dritten Person in die zweite Person. Gewiss ein merkwürdiges Beispiel, welche Einflüsse und Eindrücke die Uebersetzer oft zu beherrschen pflegten! Die Psalmen 120—135 nach ihrem Inhalte und ihren historischen Beziehungen erläutert von Dr. W. Feilchenfeld, Rabbiner der Synagogengemeinde zu Düsseldorf. (Fortsetzung.) V. 7 endlich erklärt noch näher, wieso die feindliche Umgebung selbst Redliche zu trügerischen Worten verleiten konnte: Der Wunsch, in Erieden und Ruhe zu leben, lies8 mich vor jedem Streite zurückschrecken, und doch waren meine Gegner immer zu Anfeindungen geneigt; daran musste ich unwillkürlich denken, so oft ich mit ihnen oder vor ihnen reden wollte. Hier bricht der Sanger seine Rede ab, denn seine reine Seele sträubt sich dagegen, ausdrücklich zu gestehen, was er doch errathen lässt: dass er,