Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 7 · p. Seite 259

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 7
Article
Über den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern bei den Juden
Date
1866-01-01
Page
Seite 259 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2829132-2829332-2829340-2862194--10004-2862237
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

derindischen Ziffern bei den Juden. 259 der seinem Vater 998 in dem Gaonat folgte, die indischen Ziffern genau kannte und dieselben als allgemein Bekanntes in seinem Mischna-Commentar anführte. Ein weit älterer Zeitgenesse desselben belehrt uns darüber noch umständlicher und genauer und wir erfahren überdies daraus, dass das Spielen mit Zahlengrössen, woran die Hindu von jeher so viel Wohlgefallen hatten, auch im Mittelalter eifrig betrieben wurde, indem man sich die Aufgabe stellte, die Senfkörner in 10,000 Metzen Senf zu berechnen. — L. Duckes theilte in seinem Schriftchen Kontres Hamassoreth, 69—81 einige Proben aus einem handschriftlichen alten Commentar über das Buch Jezira mit, die derselbe aber fälschlich dem R. Jacob b. Nissim zugeschrieben. Allein die Untersuchungen des Herrn Munk, Notice sur Aboulwalid, haben nachgewiesen, dass dieser Commentar, wie dies die Heber- Schriften der Manuscripte zu Paris und Padua bezeugen, den Dunasch b, Tamim aus Irak, Leibarzt des dritten fatimidischen Chalifen Ismael Almansur zum Verfasser habe. Noch ausführlieber hat hierüber Grätz’ Geschichte u. 8. w. V. 350 gehandelt, und die Forschungen Munk’s ergänzt. Dunasch b. Tamim, der seinen Commentar über das dunkle und räthselhafte Buch Jezira 955—56 geschrieben, gibt sich nun alle Mühe, um mit einem grossen Aufwande von mathematischen Kenntnissen die Stelle: עשר ססירות בליכ5ה לכד ZU erklären und polemisirt dabei hauptsächlich gegen Saadias Gaon, welcher בלימה als ein Wort und gleich ,בלומד, von der Wurzel בלס ableitet (siehe Kimchi Scharaschim 8. v.)5 da dieses Wort nach dessen Meinung ein Compositum aus מה und בלי ist, und er fährt dann fort: )(ל היה כמו שסבר רבי סעדיה לא היה אפשר להמצאות בעולם מנין עובר העשרת אלפים כלומר יתר * ואנו מונים וסופרים י על פני הפנקס במנין בני הודו עשרת אלפים כורי הררל בשעה קלה * כי במררנו עומר הרדל ונמנה וגרע מנינו ונצרף אוהו המנין.יעלה בירגו מנין איפה ועוד נצרף מנין קאיסה בעשרק ומה שיעלה היא מנין החומר י ועוד נצרף מה שעלה ממנין החומר בעשרת אלפים תמרי׳ חרדל וכן לאין סוף׳ Hier haben wir also wiederum ein ähnliches Rechenexempel, das mit Hülfe der Rechentafel, nämlich des Pinax,2) und mit Ana) Bekanntlich zeigte der Milesier Aristagoras, der die Spartiaten 20*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.