Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Über den frühzeitigen Gebrauch der indischen Ziffern bei den Juden
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 256 (sequence 3)
- Language
- German
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7 י. M verlangte nur noch von ihm zu hören, wie viel Durchmesser von Uratomen in der Länge eines Yodjana oder einer indischen Meile sein würden. Der grosse Religio םsstifter beginnt nun sein Exempel mit folgender Multiplication: 7 Stäubchen der Uratome sind ihm gleich 1 feinen Staubkörnchen, 7 feine Staubkörnchen sind ihm gleich 1 Windstäubchen u. 8. f. Kurz er kommt endlieh dahin, dass ein Mohnkorn =7x7x7x7x-7x7x7x Uratomen sei, 7x7x7 Mohnkörner aber einem Fingergliede gleich kommen, und zuletzt ergibt sich, dass die Grösse einer Meile gleich sei dem 10,003 Quatrillionenfachen vom Durchmesser eines Uratoms. Das Buch, welches diese Legende enthält, erhielt auf dem 3. Buddhistischen Concil (246 v. Chr.) die Fassung, welcher unser Historiker gefolgt ist; allein die Sage ist wahrscheinlich um Vieles älter. Noch mehr aber, fährt Wöpke fort, werden solche Leser, welche die mathematischen Schriften des Alterthums kennen, überrascht worden sein von der Aehnlichkeit der buddhistischen Legende mit der kleinen Schrift des Archimedes ״der Sandmann" (Arenarius), welche genau das nämliche mathematische Ziel verfolgt. Der grosse Syrakusaner führte in der erwähnten Abhandlung den Gedanken durch: man könne den Rauminhalt des Weltalls (welches er sich als eine geschlossene Kugel dachte) bis zum Fixsternhimmel nach Staubkörnchen berechneu, wenn man annehme, dass 10,000 Stäubchen das Volumen eines. Mohnkörnchens ausfüllen würden. Am Schluss kommt er zum Ergebnis8, dass, wenn der Durchmesser des Fixsternhimmels nicht ganz 1 Billion Stadien betrage, die Anzahl der Stäubeben geringer sei als 1063 oder eine Grösse, die mit 63 Nullen geschrieben werde. Archimedes lebte (geb. 287, 212 v. Chr.) um die Zeit, wo das buddhistische Lalitavistara seine Ursprungliehe Fassung erhielt, allein, wie schon oben bemerkt worden ist, die Sage von Buddha’s Staubrechnung konnte viel älter sein als das Lalitavistara. Es ist nun möglich, dass Archimedes, vvie schwärmerische Buddhisten auf denselben Einfall kam, für das scheinbar Unermessliche einen Zahlenausdruck zu finden, aber viel wahrscheinlicher ist es, dass er unter der einen oder der andern Form die buddhistische Sage gekannt habe. Erregt nun schon die frappante Aehnlichkeit des kühnen Rechenexperimentes des Buddah mit dem Arenarius des Archi-