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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 7 · p. Seite 251

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 7
Article
Rückblick auf Zustände und Ereignisse der Juden in Frankreich, Italien, dem Orient und der Nordküste Africa's während der letztvergangenen Decennien
Date
1866-01-01
Page
Seite 251 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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Jn in Frankreich*Italien,!dem Orient u? d. Nordkäste Afatffea’s. 25V Amiabe genannt, hatte ischen vor 20 Jahren nahe an 300® jüdische Einwohner, von denen ein ziemlich grosser Theil aas Tunis emgew&ndert war, um hier grössere Freiheiten und ein sichereres Lehen zu gemessen. Es existirte dort eine alte, Fast verwitterte Synagoge und ein Sepher Rah* wie fast in allen grossem africanischen Gemeinden, weilches nicht allein bei unsern Glaubensbrädern in grosser Verehrung stand, sondern, wie ich beim Sonn ab end Morgengotfcesdienste wahrgen omnien habe, sich auch eines hohen Ansehens unter den Muhammedanern erfreute, Nach der Legende war dieses Sepher vom Meeresufea־ aus, auf den Fluthen treibend, bemerkt worden., wohin es wahrscheinlich von einem Schüfe, das Schiffbruch gelitten hatte, gekommen war. Der maurische Anführer, der damals an der Spitze der Stadt stand, bestieg sein Fahrzeug, um. es zu holen; allein das Sepher wich aus und 11688 sich nicht fassen. Die Juden mietheten darauf eine Barke, und alsbald kam das Sepher herangeschwommen und wurde feierlichst in die Synagoge gebracht, wo es einen Ehrenplatz eiunimmt; man gebraucht es nur bei Eidesleistungen oder sonstigen feierlichen Handlungen; mehrere Lampen brennen vor ihm, und während des Gottesdienstes kommen maurische Frauen, welche durch Krankheit eines ihrer Kinder, oder durch die Abwesenheit ihres Mannes bekümmert sind, steigen zu der heiligen Lade hinauf, knien vor dem Sepher nieder, murmeln einige Sätze vor sich hin, legen Geld, Oel oder irgend eine andere Spende hin und ziehen sich dann zurück, ohne die geringste Störung von Seiten der israelitischen Bevölkerung zu erfahren, die ruhig ihre Gebete fortsetzt. Ich hatte die Ehre, mich mit dem Obersten, jetzigen Marschall Randon, dem Gouverneur von Bona, zu unterhalten, der gerade von einer Excursion nach Tebessa zur rückgekehrt war; er versprach mir bereitwilligst seine Hülfe in Allem, was die Lage der seiner Botmässigkeit unterworfenen jüdischen Bevölkerung verbessern könnte. Während meines kurzen Aufenthaltes in Bona rief ich dadurch eine kleine Schule ins Leben, dass ich den Km■* dem des Ortes einige Stunden gab, die ein Unterlehrer

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