Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 235 (sequence 3)
- Language
- German
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Recensionen and Anzeigen. 235 ׳ לימפתא וץוף und wird daselbst erklärt, die Klageweiber hätten von einem ohne sich im Leben Leichenkleider besorgt zu haben Verstorbenen gesagt אללו Td -,das ist ein Nachlässiger, der noch an der Fähre (d. h. beim Uebergange in das andere Leben) borgt." Dieses erklärende זה hat Buxt. irrthümlich mit in den Text hinübergenommen. Das haben die Herausgeber nicht bemerkt, wohl aber, um die abweichende Leseart Moid k. 28 b. zu erklären (Anm. 70 das.), Etwas, das wir von Anfang bis zu Ende nicht verstehen. Ursprünglich soll אכלבלא gestanden haben, Aruch habe dieses nicht verstanden (״quod non intellexit") und dafür אמעברא gesetzt. Wie? Aruch sollte, selbst zugegeben, dass אמברא gestanden hat, dieses häufig vorkommende Wort nicht verstanden und nicht gewusst haben, was selbst Buxt. (s. v.) so gut weis8, dass es aus כלעבלא contrahirt sei und gleich diesem ״Fähre" bedeute? Doch weiter! Als man trotz dieser Correctur, meinen die Herausgeber, diese Stelle noch immer nicht verstand, habe man אורלי gestrichen, ursprünglich hat im Talmud gestanden רהיט ונפל באולרי אמברי י1ופתא יןיף. Aber אללי bedeute nicht ״piger‘% sondern das gr. svqcoslq ״putredo"; אמברא sei nicht• von מכלא ,,Fähre" abzuleiten (55 אפלבלאauf der Fähre"), sondern das lateinische umbra ״Schatten"; endlich heisse יוופתא וץוף nicht wie gewöhnlich ״borgen", sei also nicht von לוף abzuleiten, sondern von ״ גןףminari, terreri" und es wäre zu übersetzen: currebat, donec caderet in putredinem (״sec. sententiam rabbin. לבל, בשל מלבך, לכןל D," was soll das heissen?) umbram tarnen ejus (hoc est man68 ejus, oppos. corpori, quod putrescit) terrebit culpa"!! Wir gestehen, diese Uebersetzung, trotz der in Klammem beigefügten Erklärungen selbst dann nicht verstehen zu können, wenn wir auch zugeben wollten, dass erst Aruch, später Andere corrigirt haben, dass אללי griechisch, אכלבלא wieder lateinisch sein sollte. Das Droh ligste bringt der Schluss der Anmerkung. Die Herausgeber halten nämlich dafür, dass nicht nur die spätem spanisch-jüdischen Dichter, sondern auch das gewöhnliche Volk (denn diese Stelle ist ein Sprücbwort) zu den Zeiten des Talmud sich der griech. Metrik bedient habe! Zu dem Ende corrigiren sie nun ihren eigenen, durch Correctur gewonnenen Text abermals, indem sie יזופתא und רןרף die Plätze wechseln lassen und schreiben: Atque