Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 5)
- Language
- German
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196 Recensiönen, und Anzeigen. stiäm miagnam." Einen solchen kindischen Fehler, auf den noch dazu bereits Levy in seinem ״chald. Wörterb. über die Targ." 8. V. אובצנא aufmerksam gemacht hat, hätte ein jüdischer Theolöge nicht dürfen ungerügt hingehen lassen. s. 15 a. 8. v. אגר merces, führt Buxt. an אגרא דפירקי ריהטא (Berach. 6a.), das er eben so falsch als gehässig übersetzt: ״Optimum concionis accursus est, i e. praecipuum concionum est occursus hoininum, qui vel non attendunt ad doctrinam, vel non intelligunt, cum ipsemet Rabbi docens non intelligat id, quod docet". אגרא heisst hier eben 80 wenig ״praecipuum Optimum",, wie an den andern daselbst angeführten und ebenfalls falsch übersetzten Talmuds teilen; sondern ״Lohn" wie immer, und es ist zu übersetzen: ״Der Lohn eines religiösen Vortrages (d. h. des Anhörens desselben) ist für das Eilen zu demselben", was an andern Stellen gewöhnlich mit שיכר הליכח ״Lohn für das Hingehen" bezeichnet wird. Vergl. Raschi z. St., die unschuldige Bemerkung dieses Coinmentators שהרי רבים אינם מבינים להעמיד גרסא ולומר שמועה מפי רבן לאחר ומן שיקבלו שבר לימוד, die Buxt. missverstanden haben mag, oder missverstehen wollte, hat ihm offenbar Veranlassung zu seinem Ausfall gegen die Rabbinen gegeben, der, besonders da er falsch und ungerechtfertigt ist, nicht ohne Weiteres hatte aufgenommen werden dürfen.1) 1j Diese Leb ersetzen g Buxtorfs (vergl. noch S. 34 b. 8. v. אחרים 39a. 8. v. איד u. a. O.) ist bezeichnend für die Stellung, die er den Juden und dem Judenthume gegenüber einnimmt. So lässt er es sich angelegen sein, jedesmal wenn im Talmud oder Midrasch an und für sich engherzige und ausscliliessende, jedoch in den damaligen Zeitverhältnissen begründete, Verordnungen gegen Samaritaner, כותים, und Heiden, ע׳כום, Vorkommen, der wörtlichen Uebersetzung, natürlich um Hass gegen die Juden zu erregen, jedesmal in Parenthese ״Christiani“ hinzuzufügen. S. v. אתם S. 17 b. flg. gibt er sich Mühe zu beweisen, dass unter אדום, dem in jüdischen Berichten allerdings nicht gerade geschmeichelt wird, Rom als Hauptstadt der Christenheit zu verstehen sei. Er führt zu diesem Behufe nicht nur alle möglichen mittelalterliehen Scribenten, sondern auch kabbalistische Schriften an, ohne bedenken zu wollen, dass mit אתם allerdings Rom gemeint sei; die