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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 5 · p. Seite 186

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 5
Article
Die Psalmen 120 - 135 nach ihrem Inhalte und ihren historischen Beziehungen erlätert
Date
1866-01-01
Page
Seite 186 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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186; v Die Psalmen 120—135 zelnen oder gar an einen bestimmten Gewaltigen zu denken, der den Sänger angefeindet, sondern das Wort soll als das allgemeine Attribut die grössere Gefährlichkeit bezeichnen, welche die scharfen Pfeile haben, wenn sie von einem Gewaltigen, einem kühnen, kampfgeübten Schützen entsandt werden. — *גבון bedeutet übrigens so wenig hier wie P8. 52, 3 einen ״Räuber oder Wütherich" (Jacobi und de Wette), sondern einen an Macht Heb erlegenen. — Geber die Natur des רתם vergl. die Uebb. und Ausll., auch Winer’s Reallex. 8. v. Doch glaube ich nicht, wie de W., dass diese Kohlen gewählt seien, ״weil inan in der (wüsten) Gegend, in welcher der Dichter lebte, zufällig kein anderes Feuerungsmaterial hatte." Auch halte ich es nicht mit J. Esra (nachher de W.) für zulässig, dass die Pfeile hier mit den Kohlen verglichen seien. Denn die Verbindung der vergliebenen Gegenstände durch ein zwischen dieselben gestelltes ערן scheint nur da statthaft zu sein, wo das tertium comparationis, wie z. B. Hiob 9, 26, ausdrücklich genannt ist. Noch weniger können die Pfeile an den Kohlen geschärft oder gehärtet sein (Jacobi, eit., von de W.), weil, abgesehen von der sachlichen Zulässigkeit, dann die Präpos. ב stehen müsste, und weil שנונים' durch den Accent vom Folgenden getrennt ist. — Vielmehr muss man wohl an der Tradition festhalten, dass diese Kohlen lange nachglimmen, und entweder wurden dieselben so an den Pfeilen befestigt, dass sie mit in die Wunde eindrangen und diese schmerzlicher, vielleicht unheilbar machten (da man nicht an Brandpfeile zu denken braucht, vermittelst deren Gebäude in Brand geschossen wurden, so ist auch nicht, wie de W. meint, brennendes Feuer erforderlich); oder die spät verlöschenden Kohlen stehn neben den Pfeilen als Bild der eben so lange nachwirkenden wie momentan schmerzhaften Beleidigungen und Kränkungen (nicht: der Täuschungen), welche er erduldet hat. Auch bei der ersten Erklärung übrigens ist nicht an wirkliche Pfeile zu denken, sondern diese sind auch dann nur ein Bild des feindlichen Hasses. In V. 5 ist nach meiner Erklärung der Weheruf wohlbegründet, obgleich nach V. 1 das Gebet schon erhört worden. Denn dieses hat sich ja nicht auf Erlösung von äusserem Drucke, sondern auf Errettung aus einer sittlichen Gefahr bezogen, und wenn auch die Nation (die eigentliche Trägerin des Psalms),

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