Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Beiträge zur Alexandersage
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 127 (sequence 7)
- Language
- German
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Beiträge zur Alexandersage. >:?,/z V^:׳' 127 habe, und gibt ihm einen kleinen Stein von der Grösse eines Obolus, den er ihm gut aufzubewahren befiehlt. Darauf ertönt eine Stimme vom Himmel, welche den Alexander noch einmal bedeutet, das Aufsuchen der Lebensquelle aufzugeben, da er das Glück, dessen Chidr theilhaftig geworden, nicht erlangen werde. Nach unsägliehen Beschwerden und Anstrengungen kommt der König aus den mit ewiger Finsterniss bedeckten Gegenden endlieh wieder an das Tageslicht zurück, woselbst er und seine Begleiter die Wahrnehmung machen, dass die Steine, die sie im Lande der Finsterniss aufgelesen haben, sich in kostbare Edelsteine verwandelt haben. Der von Serosch dem Könige gegebene Stein hat dieselbe Kraft, wie der Schädel, von dem im Talmud erzählt wird, nur erscheint hier Chidr noch einmal, um die Bedeutung desselben zu erklären. Einige erzählen, dass mit Chidr zugleich der Prophet Elias die Quelle des Lebens aufgefunden und durch den Genuss ihres Wassers die Unsterblichkeit erlangt habe. Dies ist in der Kürze der Inhalt der Sage von Alexander’s :*Zug nach der Quelle des Lebens, die in den persischen, arabischen und türkischen Alexanderromanen überaus weitläufig und mit allen Ausschmückungen, deren die orientalische Phantasie fähig ist, dargestellt wird. Aber nicht nur die Verfasser von Alexanderbüchern behandeln diese Sage mit besonderer Vorliebe, auch andere Dichter und Schriftsteller nehmen oftmals auf dieselbe Bezug, um durch sie den Beweis zu führen, dass die Erlangung des höchsten Glückes nicht in der Hand des Menschen liege, und wäre er selbst so mächtig und allvermögend wie Alexander. Die Erzählung von dem Steine, der durch alle Schätze der Welt nicht aufgewogen werden konnte, findet sich hingegen nicht in allen orientalischen Bearbeitungen der Alexandersage•, bei Firdusi z. B., der in seinem Königsbuche die Geschichte Alexanders mit vieler Ausführlichkeit behandelt und keine der erwähnenswerthen Sagen, die sich an die Person des grossen Königs kntipfen, und die im Orient noch heute als Geschichte gelten? unberücksichtigt lässt, fehlt dieser interessante Zug der