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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 2 · p. Seite 75

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension] / -sk.-
Date
1866-01-01
Page
Seite 75 (sequence 3)
Language
German
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75 I ( Recensionen und Anzeigen. w-t sich bestrebt, ,,nicht blos das Sprachliche der Targumim zu behandeln; sondern auch und vorzüglich den Geist darzustellen, von welchem diese Versionen durchweht sind." Wo die Targumim nicht übersetzen, sondern umschreiben, wo sie den einfachen Wortsinn entweder gar nicht wiedergeben, oder erklären und auslegen, ist jedesmal die Ursache dieser abweichenden Uebersetzungen nach der Halacha oder Hagada angegeben; so dass das ״chaldäische Wörterbuch" nicht blos sagt, wie die Targumim übersetzen, sondern auch, warum sie so übersetzen. Dem Leser werden in den einzelnen Artikeln scharte Umrisse geboten, die sich nach und nach zu einem klaren Bilde von der Anschauungsweise der damaligen jüdischen Denker und der damaligen Welt gestalten. In Bezug auf die rabbinische Literatur zeigt sich das Wörterbuch erst recht als ein Reallexicon, das in dieser Gestalt dem des Talmuds und der Midrasch-Literatur Unkundigen besonders willkommen sein muss. Die rabbivis che Terminologie, für den mit ihr nicht Vertrauten eine der schwierigsten, wird möglichst deutlich erklärt und fasslich dargestellt. Solche Erklärungen, so wie manche der zahlreich angeführten Beispiele, mögen Talmudisten von Fach immerhin als unnütze Zugabe erscheinen; andern, besonders christlichen Gelehrten, denen das Sachliche der rabbinischen Literatur fern liegt, werden sie gewiss nützlich und erwünscht sein. Bei der Abfassung eines Wörterbuches sind bei der Menge von Einzelnheiten, aus denen das Ganze sich auf baut, Versehen und Irrthümer kaum zu vermeiden. Zwar begegnen wir hier solchen nur in den seltensten Fällen, und möchten sie auch da nicht mit Sicherheit als solche hinstellen; nichtsdestoweniger sei es uns gestattet, an einzelne Artikel einige Bemerkungen zu knüpfen, die sich uns beim Lesen aufdrängten. אב II. אבא לסלכא, der Vater des Königs, Tw. אברך (Gen. 41, 43) wird von den Targ. als zusammengesetzt aus אב und רך (griech. c*Q%og) angenommen." In der vom Verf. beigebrachten Talmudstelle B. bathra 4b. wird ״ רכאKönig" (Aruch liest ריכא) und ״ בר רכאKönigssobn" durch dieses אברך erklärt; es scheint, dass Talmud und Targumim hierbei eher an das lateiursche rex, als an die auch im griechischen seltene Form aq%og gedacht haben. — Für ״ אבן סבוחאStein der weiten Aussicht" ist wohl 2 סכוחאu lesen. Bedenklicher scheint uns die Annahme,

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