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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 12 · p. Seite 450

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 12
Article
Rückblick auf Zustände und Ereignisse der Juden in Frankreich, Italien, dem Orient und der Nordküste Africa's während der letztvergangenen Decennien
Date
1865-01-01
Page
Seite 450 (sequence 10)
Language
German
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■ 450 י Rückblicke auf Zustände und Ereignisse der Juden ■ - würdigen Mezzafonti, eiiies der merkwürdigsten Linguisten, die je existirt; er sprach dreiundfünfzig Sprachen. Dieser Kirchenfürst unterhielt sich fast täglich einige Stunden mit Herrn C. über verschiedene Materien aus der Philologie, der Geschichte und der orientalischen Literatur. Ein grosser Theil der Unterhaltungen darüber wurde in he* br Lisch er Sprache geführt. Mezzafonti gab Herrn C. beim Abschiede drei, in englischer, griechischer und neupersi״ scher Sprache geschriebene Andenken,’) ferner eine Empfehlung an den Prior am Kloster Karl’s VII. am Fusse des Capo di Monte. In diesem Kloster befanden sich damals die jungen Chinesen, deren Mission es war, sich für den Priesterdienst in jenen fernen Gegenden vorzubereiten. Da Herr C. die Absicht hatte, seine Müsse in dem alten Partlienope der chinesischen Sprache und den Sitten des ans5ersten Asiens zu widmen, so wünschte er sich mit diesen Chinesen zu unterhalten-, allein er begegnete in dem dasigen Director der Studien keineswegs dem Wohlwollen Mezzafonti’s. Der Director ersuchte bald Herrn C., die Unterhaltungen mit den Chinesen abzubrechen, da sie den jungen Leuten eine kostbare Zeit rauben. Diese hatten eine wahrhafte Freude gezeigt, mit Herrn C.plaudem zu können; die Unterhaltung ging in lateinischer Sprache vor sich, die einige von ihnen ziemlich gut verstanden, so dass sie, indem sie ihre früheren Kostüme und manches Andenken ihrer Geburtsstadt vorzeigten, die *) Das Englische lautet in der Gehers etzung: Wie gut bist Du, o Gott! Deine Gnade ist unendlich-, lass Deine Segnungen auf alle Herzen kommen, die im Glauben hoffen, mit Liebe handeln und Dir mit aufrichtiger Treue dienen wollen. Das Griechische: Alle irdischen Gaben sind eitel; ein einziger Gegenstand ist beständig and schön für die Menschen: die göttliche Weisheit. Das Nenpersisehe: Ein junger Mensch ging eines Tages in das Paradies der Rosen und suchte dort fiir seine Seele dj.e des Lobes würdige Kenntniss. Der Zephyr verbreitete in der Laube viele Wohlgerüche, die Wissenschaft liess in der Seele viele köstliche Früchte hervorbrechen. Mezzafonti.

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