Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 11
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 436 (sequence 4)
- Language
- German
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NMeWÄhdMWMAhzeigem len nachgewiesen worden. Au ela die Einwerfdung Moser’s, dass nach der Erklärung N.’s V. 5 des Gegensatzes wegen אנכי אדרש hätte sein müssen, ist sehr schwach; der Gegensatz ist von selbst gegeben, und fällt in solchen Fällen häufig das emphatisehe Pronomen aus. Herr N. wirft ferner ein, warum man sich für Beibehaltung der Todesstrafe bei Mord auf das A. T. berufe, da man doch sonst das A. T. nicht als normirend anerkennt und nicht Todesstrafe auf Ehebruch u. 8. w. erkennt? Auch hier ist der Grundgedanke richtig, nur 11688 Herr N. sich wieder durch seinen Eifer zu falschen Behauptungen hinreissen. Er ruft Herrn v. Moser zu, er dürfe nach Genes. 9, 4 nicht Blut essen, denn nach diesem Verbote ist auch dem Noachiden das Blut untersagt. Aber so scharfsinnig Herr N. ist, so hätte er sich doch nicht zu weit in das Gebiet der Exegese wagen sollen. V. 4 hat die Bedeutung, wie sie Moser auffasst. ,,Das Fleisch, worin sein Leben ist, sein Blut" u. 8. w., d. i. kein Thier lebendig zu essen. Bezöge sich dieses Verbot nur auf das Blut, so würde es kurz heissen אך הדס? wie an mehreren Stellen der Schrift. Sehr leichtfertig sagt Herr N., der Pentateuch kennt keine Unsterblichkeit (S. 14). Da Genes. 2, 7 sagt, Gott schuf den Menschen aus Staub von Erde, und blies in seine Nase einen lebendigen Hauch, so ist genügend die Unsterblichkeit angedeutet: die Seele ist eine von dem Körper getrennte Sub- 8.tanz, und so ist ihre Fortdauer ausgedrückt. Warum aber nicht auf die jenseitige Belohnung hingewiesen wird, wird Herr N., wir haben dieses Vertrauen zu seinem Scharfsinn, bei einigem Nachdenken finden. Herr N. hat ferner vergessen, dass er selbst früher die Lehre der Unsterblichkeit im Pentateuch gefunden. Er erklärt (S. 6) V. 5: ״Jedoch euer Blut werde ich einfordern von eurer Person", ״im Falle des Selbstmordes werde Gott" u. 8. w. Wenn nun der Selbstmörder von Gott bestraft werden soll, so muss doch wohl noch eine Fortdauer nach dem irdischen Leben sein? — Sehr unangenehm berührt ferner der Ausdruck: aus der Rumpelkammer der Bibel (S. 4) und dergl.. Ueberhaupt ist zu bedauern, dass Herr N. in zu grosser Aufregung schrieb; seine eigentlicheBehauptung ist so tief begründet und führt die Kraft ihrer Ueberzeugung in sich, dass sie nicht