Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Die Disputation des Bonastrüc mit Frai Pablo in Barcelona
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 432 (sequence 5)
- Language
- German
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MN ' -Ähälekteh. v - . ־ v ׳ die drei feindseligen Dominikaner, durch deren fanatischen Eifer die Disputation angeregt worden war, de Penaforte, Arnold de Sigarra und der Convertit Pablo, nahmen Anstoss an dieser Schrift und klagten den Verfasser beim Könige der Schmähung gegen das Christenthum an. Darauf ladet Jakob Bonastrüc oder Nachmani zur Rechtfertigung nach Barcelona vor, und ernennt ein Tribunal dazu. Der Angeklagte vertheidigt sich, dass er nur das niedergeschrieben habe, was er öffentlich in der feierlichen Disputation gesprochen, und dazu habe er damals volle Redefreiheit vom Könige und dem Dominikaner-Prior erhalten. Die Sentenz des Tribunals lautete darauf, dass der Verfasser der Schrift auf zwei Jahre aus dem Staate Aragonien verbannt und die Schrift verbrannt werden sollte. Damit sind aber die Dominikaner nicht zufrieden; sie verlangen eine streugere, empfindliche Strafe für den Disputator und Verfasser, worauf der König, unwillig darüber, ihm seinen Schutz durch eine Urkunde verbriefte, am 14. April 1265 (Inhalt des Aktenstficks). Dieselben Dominikaner klagten beim Papste ClemensIV. über die Milde, mit welcher der König den Libellator behandelt hat, und dieser ermahnt den König, solche Menschen härter zu bestrafen, jedoch nicht mit dem Tode. Diese Nachricht theilt Carpzow in der genannten Einleitung im Namen Bosquets mit, der sie wohl der päpstlichen Bulle oder Diago entlehnt hat: Verum vafer hic recutitus magister (Bonastrüc), disputationis peractae falsos commentarios edit; quam ob causam a Rege relegatur, non sine Christianorum, Pauli praecipue et Raymundi querimonia (quod leviori poena damnatus esset) apud dementem IV. Pontifice.m deposita, qui mansuetudinem regiam arguit epistola, ac durius tractari hujuscemodi homines jussit, tarnen citra maximam capitis diminutionem. Es ist dieselbe Nachricht, welche Raynaldus in den annales ecclesiastici mittheilt zum Jahre 1266: instruxit pontifex (Clemens IV.) . . regem . . . ut illum justa poena afficeret, qui post habitam coram ipso (rege) de religione concertationem . . librum composuerat, ac plura illius exerriplaria in varia loca transmiserat. Es ist immer von Nachmani die Rede. Merken wir wohl, dass nach Bosquet’s Auszug Bonastrüc, d. h. Nachmani wirklich aus Aragonien verbannt wurde, ״et relegatur," eben so ein anderer spanischer Schriftsteller, Raig