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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 11 · p. Seite 427

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 11
Article
Lartet's Untersuchungen des todten Meeres
Date
1865-01-01
Page
Seite 427 (sequence 2)
Language
German
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Analekten. - 427 . י י. S Fossilien in den oben erwähnten Niederschlägen ist es unmöglieh,.das Alter der Erhebung der Gewässer des Sees genau zu bestimmen.. Dessenungeachtet lässt sich, wenn man die wahrscheinliche Dauer der Phänomene berechnet, die dieser wichtigen Phase in der Geschichte des todten Meeres vorangegangen und gefolgt sind, die Zeit ihres Eintritts auf ungefähr das Ende der Tertiär- oder den Anfang der Quarternär-Periode festsetzen. In der Verminderung der Ausdehnung des Sees glaubt Lartei - einen Beweis für das Verschwinden früherer Gletscher entdecken zu können. Dies stimme, meint er, gut mit jenen Spuren ehemaliger Gletscher-Moränen überein, auf denen, wie Dr. Hooker glaubt, jetzt die Gedern des Libanon wachsen. Während einer spätem Periode haben Phänomene ganz anderer Art auch sonst noch das physische Aussehen des Landes verändert. Nordöstlich vom todten Meere haben vulkanische Ausbrüche unermessliche Abflüsse (coulees) von Basaltgestein erzeugt, von :welchen Theile sogar in das Thal des Jordan hinübergeflossen waren. Diese Ausbrüche machten Ostsyrien zu einem vulkanischen Landstriche, gleich dem der Auvergne. ״ Unter andern kleineren Basaltströmen fand man drei an dem Östlichen Rande des todten Meeres, südlich der kleinen Ebene Zar ah. Thermalquellen, Mineralien ähnlich jenen bituininösen Ausströmungen, welche die vulkanischen Ausbrüche begleiteten oder ihnen folgten, und Erdbeben, die man noch immer in diesem Lande verspürt, dürften die letzten wichtigen Erscheinungen gewesen sein, deren Schauplatz das Becken des todten Meeres war. Das fortschreitende Sinken des Wasser- Spiegels des Sees dürfte das Resultat entweder eines verminderten Niederschlags oder einer gesteigerten Verdunstung sein, wahrscheinlich rührt es aber von der vereinigten Wirkung dieser beiden Ursachen her. Lartet schliesst seine Abhandlung mit den Worten: ״Die ältesten Niederschläge im Becken des todten Meeres enthalten keinerlei Spuren fossiler Meerorganismen, und es ist daher einleuchtend, dass diese Bodeneinsenkung von Anfang an nichts weiter gewesen, als ein Behälter atmosphärischer Gewässer, deren Salzgehalt, von der dieselbe umgebenden Bodenbe- 1Ü mm

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