Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Lartet's Untersuchungen des todten Meeres
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 426 (sequence 1)
- Language
- German
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Ärialekteiri י י יי Lartet’s Untersuchungen des todten Meeres.1) Den Salzgehalt vieler asiatischen Seen und des todten Meeres betrachtet Lartet als veranlasst durch die Nähe grosser Massen von Steinsalz oder von Erden, die reiche salzhaltige A'blagerungen in sich schliessen. Besonders ist dies der Fall hinsichtlich des todten Meeres, wo bekanntlich seit unvordenklicher Zeit der Salzberg existirt, in dessen arabischer Benennung man den Namen Sodom zu erkennen glaubt. Bartet hat die Formation des Beckens des todten Meeres sorgfältig untersucht und findet, dass es sich am Schlüsse der Eocän-Epoche bildete, wie der Charakter der oberflächlichen Meerablagerungen in benachbarten Ländern erweist. Allein schon vor״ dieser Periode wurden Ortsveränderungen in den unterseeischen Schichten erzeugt5 ein Bruch entstand in nördlieber und südlicher Dichtung, welcher durch spätere Convulsionen sich nordwärts verlängerte, an den Küsten des Mittelmeeres die Formation der Gebirgsrücken von Palästina hestimmte, und auch eine schmale und verlängerte Bodeneinsenkung hervorbrachte, welche die hohen Tafelländer von Arabien trennt. Aus dieser Bodeneinsenkung entsprang der Anfang des hydrographischen Systems dieser Gegend. Auf diese Weise wurde das todte Meer oder der Asphaltsee, von seinem Entstehen an, ohne alle Verbindung mit dem Ocean gebildet. Der Wasserspiegel dieses Sees muss, wie die Ausdehnung horizontaler Mergelschichten zeigt, die offenbar in einer frühem Zeit abgelagert wurden, zu einer gewissen Epoche 100 Meter über seiner gegenwärtigen Höhe gewesen sein. Die spätere Ausdehnung des Sees zeigt sich offenbar durch die Nieder- Schläge, welche weite Oberflächen nördlich und südlich seiner gegenwärtigen Grenzen bedecken. Es muss daher seit jener Zeit eine grosse Veränderung in der hydrographischen Beschaffenheit des Landes eingetreten sein. Wegen des Mangels an 0 Der Naturforscher härtet unternahm im Jahre 1864 mit dem Herzog von Luynes und andern französischen Gelehrten eine wissenschaftliche Reise nach Palästina, worüber Augustheft S. 306 f. dieser Monatsschrift berichtet wurde. D. R.