Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Der Codex von Raschi's und Raschbam's Pentateuch-Commentarien auf der Breslauer Seminar-Bibliothek
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 423 (sequence 8)
- Language
- German
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^auf der. Breslauer: Seminar-Bibliothek. 423 da um diese Zeit, der Verfasser des 8)תולדות יצחק bereits in der Türkei sich ansässig und als Autor bekannt gemacht hatte. Aber gegen diese Annahme sprechen wiederum ausser dem bereits oben Ausgeführten9) die Namen der Gewährsmänner in den genannten Zusätzen, so besonders der Name ר׳ אברהם א״ע, von dem der Abschreiber nach seiner beständigen Bezeichnung שמעתי — מפי die betreffenden Erklärungen selbst gehört haben will. Wollten wir hierbei, weil diese Zeit eben uns etwas zu früh dünkt, eine etwaige Namensverwechselung annehmen, so kommen wir auch damit nicht viel weiter, da einem solchen Namen, wenn dessen Existenz überhaupt neben dem bekannten Ab. Esra noch möglich wäre, gar keine bestimmte Zeit angewiesen werden kann. *Und gesetzt, dass wir das "״פי für eine Abkürzung von פירש hielten, was nach oben angeführten Gründen nicht wahrscheinlich ist, — und ausserdem noch dem gewohnlichen Sprach aus druck: שמעתי widerstreiten und Zwang anthun würde,1) — so bereiten uns die andern Namen, wie R. Mos. aus Paris, R. J. Parnes, R. Esriel b. Nathan und der Name des Verfassers selbst2) (Gabriel) Verlegenheit, da sie uns 8) Schon 1518 die erste Constant. Ausg. (Steinsch. Katalog). 9) Vergl. oben S. 386, Note 8. J) V er gl. oben S. 383, Note 3. Es lässt sich indessen auch dieser Ausdruck eben gerade durch den Umstand, dass die Interpretionen nicht in dem Comment. des Ab. Esra vorhanden sind, einigeraiassen rechtfertigen, und ihn in der Bedeutung nehmen: als habe er von einer Erklärung Seitens des Ab. Esra gehört, darüber vernommen u. s. w. Eine andere Vermuthung spricht H. Berliner in seiner Notiz im Juniheft 1864 dieser Mtsschr. aus, der um so weniger beizupflichten ist, als der Copist Gabriel stets sich selbst meint unter dem Worte: המעתיק , weil er selbst diese Interpolationen gesammelt und eingereiht, und ein תוספת, angeführt von einem andern Copisten, würde er nicht־ in gleicher Bezeichnung אני המעתיק, ohne besondere Bemerkung abgeschrieben haben; er ist in der Anführung dieser gesammelten Zu- Sätze originell, eineu fremden bezeichnet er durch: מצאתי״“. Vergl. oben S. 379, Note 8. 2) Möglich auch eine Identität mit einem Gabriel aus Strassburg, Corrector Sone. 1484. עזריאל בן אהרן רמ״ד ל!פ"קמ“ vergl. Steinsch. Catalog. lib. Heb. Bodelei S. 2890.