Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Der Codex von Raschi's und Raschbam's Pentateuch-Commentarien auf der Breslauer Seminar-Bibliothek
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 422 (sequence 7)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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422 Codexw.Raschi’s u'.Raschbam’sPeli tateuch-Commentarien dieses Mscr. noch zu schieben sei, ist einem fortwährenden Schwanken unterworfen, und wir werden mit unserer Antwort auch immer in der Schwebe verbleiben müssen. Denn ziehen wir zunächst auch die äusseren Merkmale rücksichtlich der Schrift in Betracht, die, so geringfügig sie an sich auch immer erscheinen mögen, für die Beurtheilung und Lösung derartiger Probleme oft von entscheidendem Gewichte sind, so wären hier folgende Momente zu berücksichtigen. Bis gegen Ende des 4. B. Mos. hat die Schrift durch eine meist gl&ichmässige Schwärze der Tinte fast überall ein ziemlich frisches Aussehen und ist auch als aus Einer Hand geflössen erkennbar.^ Von da ab, im letzten Buche Mos. und den Chamesch Megiloth verräth die Schrift mit meist blasser Tinte eine grössere Schnelligkeit des Schreibers, und zeigt darum auch eine geringere Correctheit der einzelnen Charaktere auf als die bisherige, so dass sie mehr einer mit sogenannter Raschischrift gemischten Currentschrift sich nähert; sie ist aber trotzdem noch von der Art, dass sie die Hand des Schreibers der früheren Theile durchaus nicht verleugnet. Was nun die Schriftzüge überhaupt anlangt, so machen sie auch dem sonst Ungeübten keine besondere Schwierigkeit, sie nach kurzer Bekanntschaft und Orientirung mit einiger Geläufigkeit lesen zu können. Bringen wir endlich auch noch den Umstand in Anrechnung, dass schon hier eine Midraschstelle mit der Angabe der Perakim7) (פרק) bezeichnet wird, welche Eintheilung entschieden einer späteren, typographischen Zeit angehört, so sind wir, alle diese Momente zusammengefasst, allerdings berechtigt, dieses Mscr. nicht allzuweit in das Mittelalter zurück zu versetzen. Und wäre der unter den ״Zusätzen" angeführte ר' יצחק קרא identisch mit dem Verfasser des ספר תולדות יצחק, dessen hier gegebene Interpretationen demnach vielleicht etwa als exoterische, ausserhalb seines Commentars stehende . Privaterklärungen angesehen werden müssten,— so würde dieser Codex mit ziemlicher Sicherheit als in den ersten beiden Decennien des 16. Jahrhunderts entstanden zu betrachten sein, בב״ר רבה פרק ס״ב ויחרד יצחק אמר ר' יוחנן וכר׳ (ס׳ תולדות 0 (Zu