Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Der Codex von Raschi's und Raschbam's Pentateuch-Commentarien auf der Breslauer Seminar-Bibliothek
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 372 (sequence 3)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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372 ^י Coden v.Raschfs u.Raschbam’sPentaieuch-Commentarien gange, desselben Jahrhunderts, wo dieser Commentar durch andere gelehrte Männer, so namentlich durch Mendelssohn nach vielfachen Verbesserungen zu seiner rechtmässigen, vollen Geltung endlich gelangt war, musste wiederum eben diese eine Hand- Schrift, die bereits den ersten Abdruck geliefert, diesen späteren Einendationen als ergänzende Quelle und Grundlage dienen, bis auch sie seitdem aus unserem Gesichtskreise gänzlich geschwanden. Ob wir auch unsere Zuversicht auf einen glückliehen Fund der guten Handschriften unserer beiden Koryphäen der biblischen Wissenschaft nicht aufgeben und von der Zukunft in dieser Hinsicht noch Vieles erwarten, so müssen wir uns für jetzt wenigstens noch immer mit einigen zerstreuten Gliedern derselben bescheiden, oder auch nur mit einzelnen Notizen und Winken, woher diese auch kommen mögen, vorliebnehmen, die uns möglicherweise doch auf die rechte Spur irgendwie fördern könnten. Von diesem Gesichtspunkte aus glaubte ich es nicht für überflüssig halten zu müssen, über den Eingangs gedachten Codex, ohne vorweg zu beurtheilen, wie viel oder wie wenig Förderliches dabei herauskäme, und wie weit den Erwartungen dadurch entsprochen werde, einen übersichtlichen Bericht zu veröffentlichen. Dieser Codex, auf Pergament in Folioband, enthält die beiden von Raschi und Raschbam verfassten Commentarien zur Thora, und ausserdem noch den Raschi- Commentar zu Chamesch Megiloth (המש מגילות)• Was zunächst seine formale Beschaffenheit betrifft, so lassen sich von seiner Einrichtung und An- Ordnung folgende Bestimmungen angeben. Es folgen zu jeder einzelnen Sidra der Reihe nach die beiden verschiedenen Comrnentare unmittelbar aufeinander, so dass dieselbe Sidra, die zuerst mit Raschi beispielsweise unter der Bezeichnung: והסלת וירא אליו מיסוד רבעו שלמה״“ Ldschiiesst, dann noch einmal mit Rasehbam'8 Erklärungen durch die lieberschrift: רבינו שמואל״ (oder לזה מיסוד (פירוש“ sieh einleitet und mit den Schlussworten: ״הסלת וירא אליו מיסוד רבינו שמואל״ endet, und so bei allen übrigen Sidras mit den specielien Angaben der Namen des betreffenden Coimnentatoren. Diese An- Ordnung besteht bis ausschliesslich der Sidra אלה מסעי nnunterbrochen fort, von dieser Sidra ab, — zu welcher Raschi’s