Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension] / J. P.
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 358 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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־358־* ,Recensionen und Aazefgen /-&־״ fv׳.׳•* .!״V ständig unserem Texte. So lassen sich denn allerdings mehrere vom Verf. als tendenziös bezeichnete Aenderungen auf andere Quellen zurückführen, während die vom Verf. an einer grossen Anzahl anderer Stellen nachgewiesene Tendenz: undestreitbar ist. Zu manchen Lesearten des Samarit. finden sich in dem halachischen Midrasch interessante Parallestellen, die wohl hätten angeführt werden können, da sie die innern Gründe blosslegen, die die Samaritaner zu den betreffenden Aenderungen bewogen hatten. So z. B. Nam. 11, 32 וישטהל לרם שטח liest der Samar. וישחטו להם שהוטה» durch welche Aenderung die Begründung der שחיטה im Pentateuch nachgewiesen werden soll (S. 16); vgi. Sifre z. st. ר׳ יהודה אומר אל תקרי וישטחו אלא וישחטו מלמד שטעונין שחיטה. - Exod. 21, 28 * ♦ * וכי יגח שור ארח איש liest der Samar,: ♦ - * 17 .8) וכי יכה שור או כל בהטה). Diese Emendafcion liegt schon in den Worten der Mechilta z. St. עשה כל בהמה כשור - כל הנויחות כנגיהה. Dessgieichen ist zu Exod. 21) 20 (S. 18) 8 ,נקם ינקםam. מות יומת, die Mech. z. 8t. 1—2 נקבם ינקבם מיתןU vergleichen, und zu Leut. 13, 7 (S. 18) כי 8 ,יסיתך אחיך בן אמךam. בן אביך או בן אמך, Bifre z. st. אחיך וה אחיך מאביך בן אמך זה בן אמך. — Die Schwierigkeit in בת ענה בת צבעון (Gen. 36, 2; 8. 43) suchten auch die Habbinen zu beseitigen; vergl. Ber. r. c. 82. Sehr interessant und originell ist die vom Verf. aufgestellte Behauptung, dass die LXX. bei der Uebersetzung des Pentateuch den Samaritaner, und zwar durch Vermittelung einer älteren samaritanisch-griechischen Uebersetzung, zu Grunde legten. Es erklärt sich daraus die in der That aulfallende, an zahlreichen Stellen hervortretende Uebereinstimmung zwischen LXX. und Samarit. Die LXX. übersetzen sogar zuweilen die vom Sam. zu seinen Zwecken angebrachten Zusätze, natürlich ohne die Tendenz zu merken, wofür das auf S. 58 aus Gen. 35, 2 angeführte Beispiel am bezeichnendsten ist. Freilich sind auch mit dieser Behauptung, die der Verf. selbst als eine durchgreifende nicht bezeichnen mag, nicht alle Schwierigkeiten gelöst, doch bewegen wir uns ja. hier auf einem Gebiete, auf dem man einmal mit Hypothesen operiren muss, und der Verf. gibt uns ^eine geistreiche, mit grosser Wahrscheinlichkeit durchgeführte