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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 8 · p. Seite 303

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 8
Article
Zur Geschichte der allegorischen Schriftauslegung
Date
1865-01-01
Page
Seite 303 (sequence 8)
Language
German
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׳ י־ז '**־׳ ״ :יז V'" :* י. '•״!- -י׳ - ׳1.^ ׳- Zur Geschichte der allegorischen Schriftauslegung.' ^)ö’ Yerwandtschaftsvermischung handelt, allegorische Auslegungen , zu versuchen ־ .(ז Doch gehen wir zur Zeit über, wo innerhalb des Judenthums die Religionsphilosophie von nichtjüdischen Schulen zu entlehnen anfing. Die geistige JBlüthenzeit, die mit der Regierung des Chalifen Almamun (in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts) angebrochen, war bekanntlich auch den Juden in vorzüglichem Grade zu Gute gekommen. Der stets rührige jüdische Geist war bald mitten in die volle wissenschaftliche Strömung hineingerathen und betheiligte sich voll freudigen Wetteifers an sämmt* liehen geistigen Bestrebungen seiner islamitischen Zeitgenossen. Den Mittelpunkt dieser geistigen Bestrebungen bei den letztem bildete jedoch die Religionsphilosophie. Es galt da nämlich, eine Aussöhnung zu Stande zu bringen zwischen Glaube und Wissen, zwischen Philosophie und Koran. Um eine solche Aussöhnung möglich zu machen, that vor Allem die allegorische Koranauslegung (Tawil) noth. Wie konnten philosophisch gebildete Araber Koranstellen wie z. B. die folgende lesen: ״Mein Herr kam mir entgegen, reichte mir die Hand zum Grus86, sah mir in’s Gesicht, legte seine Hand zwischen meine Schultern, so dass ich die Kälte seiner Fingerspitzen empfand,׳“ ohne zur al- 1 egorischen Umdeutung die Zuflucht zu nehmen. Die denkgläubige Schule der Mutazaliten zeichnete sich hierin besonders aus. Eine von den mutazalitischen Secten führte den Namen Batinije (״Innerer“), weil, wie Sckarastani B) berichtet, sie annahmen, ״dass jedes Aeussere ein Inneres und jede Koranstelle einen Innern allegorischen Sinn habe." Die Ersten, von denen es bekannt ist, dass sie, sowie die mutazalitische Richtung überhaupt, so auch insbesondere die ף s. Mischna Megiiia iv, 9: המכנה בעריות משתקין אותו. — Nach der Erklärung Rasclu’s, ebenso von Eissim Gerundi (Ran) und Obadia Bart., ist dies eine Wahrnung gegen die bildliche Auslegung, wie auch die Gemara zur Stelle bemerkt: קלון אביב וקלון אמו. Ganz auffallend erscheint es mir daher, warum Maimuni im Mischna-Kommenh von dieser Erklärung abweicht. 8) Thl. I, 221. Maim. erwähnt diese Secte (אלבאטן מן אלאסלאם) im More II, 25.

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