Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Das Buch Jesus Sirach
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 21)
- Language
- German
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198 Das Büch Jesus Sirach. 1 ׳ gehenden: der Unverständige wirft die Weisheit schnell weg, denn die Weisheit besitzt er nur dem Namen nach, aber klar (dem Wesen nach) ist sie nicht Vielen. Für (בשה ה (היא verstand der Grieche ל כשכלה d. h. ״sie ist, wie ihr Name (aussagt". Eine ähnliche Verwechselung scheint C. 17, (29), 30 vorgegangen zu sein. Dort heisst es nämlich: tog f1syaX7] r\ üerftLoovvrj rov kvqIov, tlccI £gda6f10g t01$ £7u6zQ8q)0v6Lv sri uvtov ov yoiq Svvaxcu TtavTci slvai 8v uvd'QeoTto 1£.~*Das ov yccQ %. %. X. passt weder für sich noch im Zusammenhänge. Nach dem Syrer aber stimmt Pp P 7 0 P alles vortrefflich. Er hat für das Letzte: Jju ]b ,Aoj ^.J Jooj JJ? Die nebenanstehende Interpretation dieses syrischen Satzes: non enim ita fit int er homines ist unserer Ansicht nach falsch, denn es muss im Syrer wohl (für Jju Jo) JjuJ Jo gelesen werden, wenn das 4ך einen richtigen Sinn haben soll. Der Satz hätte übersetzt werden müssen: non enim est (sc. Deus in gutem Zusammenhänge mit dein Subjecte des vorhergehenden Satzes) sicut isti homines. Im Ganzen: Bei Gott ist Barmherzigkeit und Gnade, denn er ist nicht wie diese Menschensöhne, weil diese doch sterblich sind. Es wird also im Urtexte gestanden haben: כי לא אל כבני ארם הוא; der Grieche las etwa: כי לא כר^ בבני אדם הוא und darum: nicht Alles kann in den Menschen sein. Noch offener aber tritt das schwache Verständniss der hebr. Sprache beim Griechen in folgendem Verse (31) desselben Cap. hervor: rl (pcoz81vozsQ0v r\Xlov; K0d zovzo hydslnsi, %al icovriQog sv&v- (irid'rioszai gccqkcc kocl alyicL. Das Letztere ist ganz sinnlos; ״denken Fleisch und Blut!" und ist ausserdem durch und durch unhebräisch, und wir begreifen in der That nicht, wie Fritzsche dies noch vertheidigen kann. Die Conjecturen, die mit novrjgog gemacht wurden, machen die Sache um Nichts besser. Geht man auf das hebr. Original zurück, so wird die Sache sehr einfach. Der Satz lautete wohl sicherlich: מה בחיר כלשמש לגם היא חשכה אף כי מחשבות אנוש (Oder nach Analogie von 1. Mos. 8, 21: ־אף כי יצר האדם רע בשר ודם (כי יצר לב הארבם רע ä. h. ״was lauterer als die Sonne, doch auch sie wird umdüstert (d. h. auch der Glanz der Sonne ist vergänglich), um wie viel mehr