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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 5 · p. Seite 181

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 5
Article
Das Buch Jesus Sirach
Date
1865-01-01
Page
Seite 181 (sequence 4)
Language
German
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' v. Das Buch Jesus Sirach. 181 näher zu kommen, 100 Jahre nach Simon I. gelebt haben (so Ilodius, Winer, De Wette). So war gleichsam das Schema von vorne herein fertig, es hatte sich nicht aus dein zu untersuchenden Gegenstände ergeben, und ihm zu lieb musste gleichsam Eine Ueberzeugung geopfert werden. Indem es uns in der obigen Darstellung darum zu thun war, die beiden Siraciden von der gegenseitigen Abhängigkeit zu befreien und durch Lockerung des verwandtschaftlichen Bandes uns selber freier und unabhängiger zu machen, sind wir zu einem Resultate gelangt, das, wie bereits angedeutet, viel zur Aufklärung über das Schicksal des Originals beizutragen geeignet ist. Um dies nachzuweisen, wollen wir die wichtigsten Uebersetzungen (unter denen die griechische mit Recht den ersten Rang einnimmt) und die späteren, unter dem Namen des Ben Sira (ירא□ p) auftretenden Citate, einer kurzen Prüfung unterwerfen. III• Die griechische Uebersetzung. Zuvorderst scheint es nicht unzweckmässig, da von einer Uebersetzung die Rede ist, Einiges über die Grundsprache unseres Buches vorauszuschicken. Da fast jeder Satz in der griechischen Uebersetzung das hebräische Gepräge an sich trägt, so kann man, ohne dass es eines langem Nachweises bedarf, einfach constatiren, dass die Grundsprache des Urtextes, aus dem diese Uebersetzung geflossen, die hebräische war. Wen dieser allgemeine Beweis nicht zufrieden stellt, der sei auf einzelne Verse in der griechischen Uebersetzung verwiesen, deren Verständniss nur durch das Zurückgehen auf einen hebräischen Urtext, der vom Uebersetzer missverstanden wurde3), zu erzielen ist. — Nicht so einfach verhält es sich, wenn man nach der Art und dem besondern Charakter des Hebräischen im Ur- 3) Die auffälligsten Missverständnisse sind in fast allen unser Thema behandelnden Büchern zu finden. Ausserdem sind diese Missverständnisse so zahlreich (ja zahlreicher noch als sie sonst angegeben worden), dass wir der Pflicht, sie hier aufzuführen, überhoben zu sein glauben. Uebrigens folgt zum Schlüsse eine kleine Musterkarte. . Frankel, Monatsschrift, XIV. 5. 15

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