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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 4 · p. Seite 161

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1865-01-01
Page
Seite 161 (sequence 7)
Language
German
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161 Recensionenund Anzeigen. seiner monotonen Lieder ertönen liess. Und was weiss der Araber zu besingen? Seine Eitelkeit, seinen Stolz, seine Selbstsucht; ein schönes Kameel, einen edlen Renner, eine gerade Lanze, einen schnellen Pfeil, zuweilen eine schöne Frau. Gastfreundschaft bildet seine ganze Tugend, Rache seine vorherrschende Leidenschaft. Was aber hat der Monotheismus der Hebräer hervorgebracht? ״Ein Monument dauerhafter als Erz, erhabener als die majestätische Höhe der Pyramiden“, um mit Horaz zu sprechen. Vergleichen wir einen Augenblick die Psalmen mit der Ilamasa, der Sammlung arabischer lyrischer Dichtungen, und wir sind schon bei den ersten Zeilen von dem zwischen beiden Sammlungen sich findenden tiefen Gegensätze überrascht. Herr M. führt einige Beispiele an und fährt dann fort: Man sagt ferner, die Namen der semitischen Götter bezeichnen eine gewisse Oberherrschaft: Baal, der Gebieter; Adonis, mein Herr; Moloch, der König. Man hat zwar Astarte, Derketo, Dagon, Kamosch vergessen; doch das macht nichts: nehmen wir die Oberherrschaft an. Man hat hieraus geschlossen, dass die Semiten wenigstens ursprünglich ein höchstes Wesen, einen einzigen Gott angebetet haben, der sich in der Folge durch den zufälligen Zusammenstoss mit den indo ־ europäischen Kulten gleichsam auseinandergelegt hat. Die semitischen Götter, sagte man, sind an sich nichts, und stellen nur die Attribute, die Epithete des höchsten Gottes dar, während die indo - europäischen Götter auf eigene Rechnung, aus eigener Machtvollkommenheit, aus eigenen Kräften, aus eigenem Anstoss handeln. Ich gestehe, ich suche diese Autonomie der indo - europäischen Götter und finde sie nicht. Haben die Griechen nicht ihren Zf!ו $ wo 810x0$ fisyiaxog, die Römer nicht ihren Jupiter optimus maxiinus? Wurden die Kräfte und Phänomene der Natur, die grossen historischen Ereignisse nicht oft unmittelbar auf Zeus, auf Jupiter zurückgeführt? So fügt der Dichter, nachdem er am Anfänge der Isiade von dem Zorn des Apollo erzählt, der unsägliches Uriglück über die Griechen gebracht, die Worte an: zhog d's&slsUxo ßovlrj. Und man könnte noch unzählige andere Beispiele anführen. Hätte man nicht das Recht zu sagen: die Griechen und Römer waren Monotheisten, die Namen ihrer Götter sind nur Attribute des Zeus oder des Jupiter, wie es in der That in dem Werke de mundo, welches den Namen des Aristoteles trägtund das jedenfalls Frankel, Monatsschrift. XIV. 4. סן

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