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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 4 · p. Seite 159

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1865-01-01
Page
Seite 159 (sequence 5)
Language
German
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V ־־ י ־ ־ ־^ J־ , ״־ "־י ־'*',' '־£ י ־ז‘ י׳ 1ן ־ ״i ' ""׳i v , Recensionen und Anzeigen. 159 Sprachen einsylbige Wurzeln haben. So ist z. B. im Sanscrit kri, im Griechischen noi, im Lateinischen fac, im Deutschen mach (alle den Begriff ״machen“ ausdrückend); im Assyrischen hingegen für diesen Begriff 'abas, im Phönizischen paal, im Hebräischen paal oder ,asa, im Aramäischen ’abad, im Arabischen fa’al, im Ethiopiscben gabar. Wir erblicken also, wie verschieden auch die Wurzeln in diesen Sprachen seien, dort immer einsylbige, hier zweisylbige Wurzelwörter. — Bef. kann hier ein doppeltes Bedenken nicht unterdrücken. Das Aramäische hat, wie aus Daniel (und den Targumim) zu ersehen, entschieden nur einsylbige Wurzeln, wie רב ,שלה ,^ל ,חזא[? u. a. m.; und das Hebräische hat nach vielen Grammatikern meist zweibuch־ stabige Wurzeln. Hoffentlich wird Herr M. diesen Satz durch eine eingehendere Erklärung noch weiter erörtern. Herr M. bespricht nun die sog. Armuth der semitischen Sprachen, unter der er nicht eine Armuth der Wurzeln und Wörter verstanden wissen will, da in dieser Hinsicht keine Sprache reicher ist, als die arabische; diese Armuth ist zu beziehen auf die grammatischen Formen, die Declination und Conjugation; auf das Unvermögen, abstracto Ideen auszudrücken u. 8. w., endlich auf die Einfachheit der Syntax. Dieses macht denn auch, dass die Araber selbst auf dem Gipfel ihrer Civi־ lisation, im Mittelalter, kein erträgliches ־'Geschichtswerk geliefert haben. Herr M. belegt dieses durch eine schlagende Anführung aus Hariri und eilt, wie er sagt, durch die kurze Zeit gedrängt, zu den Hebräern. Man hat, beginnt nun Herr M., in den letzten Jahren viel über den allgemeinen Charakter der Semiten geschrieben; man war aber, wie mir scheint, nicht gerecht gegen die Hebräer, die man in allen Beziehungen mit den andern semitisehen Völkern zusammenwarf. Man schrieb ihnen Allen dieselbe Religion, die man die Religion der Semiten nannte, zu, sie waren Alle Monotheisten, haben Alle den Instinct des Monothei'smus gehabt*). Als ob die speculativste Idee, die Idee, welche die grössten Philosophen des Alterthums nur unvoll- ') Diese Meinung wurde in einer Sitzung der Societe Asiatique von Renan aufgestellt. F.

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