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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 4 · p. Seite 152

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 4
Article
Über die hebräischen Inschriften der Synagogen zu Kefr-Bereim in Galiläa
Date
1865-01-01
Page
Seite 152 (sequence 6)
Language
German
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י»יייי-׳ך^\'י ««-VA 'r, ".7?׳י־ל^י<י^^ 152 י Analekten. -' י י'■ ־ י . Die vier folgenden Buchstaben ergeben deutlich יוסה♦ Die- 868 ist die bei den Juden in den ersten zwei Jahrhunderten unserer Zeitrechnung gewöhnliche, aus dem Namen Joseph gebil« dete Form'). Der folgende Buchstabe ist unbestimmt. Man wird ihn am liebsten mit dem ה identificiren, und diese Auffassung wird vollständig durch das Folgende bestätigt. Indem man die folgenden acht Buchstaben, die gar keinen Zweifel zulassen, mit unserm unbestimmten Buchstaben zusammenstellt, erhält man ,יוסף הלוי בן לוי")• Das folgende ,עשה השקוף הזר i8t ebenfalls klar. שקוף ist die mischnische Benennung für Schwelle; das biblische Wort ist משקוף» Man muss also übersetzen: ״Jose Halewi ben Lewi machte diese Schwelle". — Die Gestallt des ף ist sehr bemerkenswerth. — Eine ältere Inschrift würde ohne Zweifel wie die phönizischen Inschriften das Verbum ^ע^ haben°״ö). Von dieser Stelle ab ist, wie man herausfühlt, der Bildhauer inne geworden, dass er nicht Raum haben wird für Alles, was er schreiben will. Er drängt nun die Buchstaben und macht sie kleiner. Die ersten drei Buchstaben dieser neuen *) Da Herr R. weiter nochmals hierauf zurückkommt, halten wir nicht für überflüssig Folgendes über das Verhältnis des Namens יוסח anzuführen. Wie bereits Hodegetik zur Mischna 6. 30 Anmerk. S. 175 bemerkt wurde, war in Palästina, wo überhaupt eine weichlichere, schlaffere Aussprache -vorherrschend war (vgl. Vorstudien zu der Septuaginta S. 101 f.), der Name יוסי für יוסף gebräuchlich, in Babylon verblieb man ausschliesslich bei dem bibl. יוסף. Die Mischna, sowie die Beraita (Zusätze zur Mischna), die in Palästina redigirt wurden, haben daher יוסי. Nur erscheint in der Beraita (Trakt. Jebamot 12) ein Tana ר' יוסף; dieser war aber in der That ein Babylonier. Der jerusal. Talmud׳ hat auch mitunter יוסד! \וסא und ייסה; Mischna und Beraita haben nur יוסי. - Wir bemerken hier noch, dass das אסי des babyl. Talmuds im Jerusalem. Talmud יוסי ist. — F. **) Eine freilich etwas harte Fügung; nach dem üblichen Sprachgebrauche sollte sein: י^וי ה^וי p יוסח. F. ***) Beim Verfertigen eines Gegenstandes wird im Hebräischen durchgehende עשה angewendet. Vergl. Exod. 25. 26. 28. 30. 36—39. 1. Kön. 6, 7. עשה השקוף ist also echt hebräisch. F.

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