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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 4 · p. Seite 145

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 4
Article
Das Buch Jesus Sirach
Date
1865-01-01
Page
Seite 145 (sequence 10)
Language
German
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Pas Buch Jesus Sirach. 145 (XXIV, 44) ׳ipafyiot, sondern höchst einfach und unbestimmt za alla. Wir können also auf jenen aus der Classificirung der biblischen Literatur hergenommenen Beweis für Euerget. II. getrost verzichten. Sollte es durchaus noch eines Argumentes bedürfen, so schliessen wir uns gerne dem von Linde7) beigebrachten Beweise an: ״Nepos in versione sua.perspicue ostendat, se familiaritatem cum hac (Alexandrina) versione contraxisse, quae primorum Ptolemaeomm tempore tanta esse non poterat." Diese Bekanntschaft mit der alexandrinischen Uebersetzung ist denn auch wirklich in der Uebersetzung unseres Buches an gar vielen Stellen ganz unverkennbar. Vergleicht man namentlich 36, 29 mit LXX, Genesis 2, 18; XLIV, 16 mit Genes. 5, 24; 45, 12 mit Exod. 28, 36 und 49, 17 gar mit Jeremias 1, 10, so zeigen sie sich sofort als Reminiscenzen aus der Septuaginta und setzen daher• eine nicht geringe Belesenheit in derselben voraus, die doch, auch nach der am meisten üblichen Ansicht über die (sehr frühe) Entstehungszeit der alex. Uebersetzung, in solchem Masse, namentlich was die Bücher der Propheten betrifft, unter Euerg. I. (Sohne Philadelphus’) nicht gut möglich wäre8). r) Sententiae Jesu Siracidae, Introductio 16. 8) Vgl.Frankel, Vorstud z. d. Septuag. 38f. Doch ist man auch hierin zu weit gegangen, und Einige, z. B. GfrörerundDähne, wollen gar im Buche selber alexandr. Elemente wahrnehmen. Fritzsche leugnet zwar dies, findet aber doch zwei Punkte, die zu dieser Annahme berichtigen, könnten.!Nämlich XVII, 14 ״Gott gab jedem Volke einen Schutzengel, in Israel regiert• er selbst", ist eine Vorstellung, die sich 5 Mos. 32, 8 in den 70 findet. Aber in unserem Buche heisst es: *Enaör« e&vei nazEGzriGEv riyov{isvov (einen Führer, König) ■Kod listig HVQiov iGQarjl egzlv. Diese Vorstellung ist echt biblisch, durchaus nicht fremdartig, warum also riyov^svos mit ״Schutzengel" übersetzen? Und was die 70 betrifft, so haben sie offenbar für!למספ' בני אל למספר בגי ישראל gelesen uud darum: naza aQt&iiov äyyslXcov ftsov. (Vgl. jedoch Frankel a. a. 0. S. 66. 67.) Die Unhaltbarkeit des zweiten Punktes naclizuweisen, würde uns in ein anderes von unserer Aufgabe vorläufig ausgeschlossenes Gebiet (über Inhalt und Charakter des Buches) führen.

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