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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 4 · p. Seite 139

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 4
Article
Das Buch Jesus Sirach
Date
1865-01-01
Page
Seite 139 (sequence 4)
Language
German
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Das Buch Jesus Sirach. 139 sehen, ״wie er hinabstieg und seine Hände erhob über die ganze Gemeinde der Söhne Israels“ (V, 20), ja gehört, ״wie er sogar die Anbetung wiederholte“ (V. 21). So gibt er das Schönste und Erhabenste wieder, das seinem Gedächtnisse sich eingeprägt hatte. Und da er nun auch mit diesem Nachtrage zu Ende, und so der Hymnus für die Vorfahren ganz geschlossen ist, darf der Hymnus an Gott nicht fehlen. Und er beginnt denn (V. 22): noä vvv svXoyriöccts reo ate« itavtsg u. s. w. Man erwartet, dass nun der eigentliche Schluss und auch das Gebet komme, aber welcher Vers tritt denn uns entgegen? Ein lange nicht gehörter Laut und hier an einem ganz ungehörigen Orte. Man höre: sv 8volv sQ'vsgl 7tg0Gco%%,i6sv r\ tyvxr} [iov xal zo zqlzov ovh s6ziv sd'vog, olv.oifi'riiLSVQi sv oqsi Srjslg3), d?vXiGZLsi[1\xcä 6 laog [loogog 6 %azoiväv sv SixifioLg. ״Die Bewohner Sichems, die kein Volk sind“, das sind die Samaritaner. Dies ist ein förmlicher Spruch, dergleichen haben wir schon seit Cap. 53 nicht gehört. Wir fragen noch einmal, wie kommt er hierher? Aber man bedenke, dass der Dichter jetzt (nach obiger Darstellung) unter Onia, dem Sohne Simon I., lebt, sv zovzq> z<p %govcp Hcc[1ccgstg sv ngaaaovzsg 7colld zovg Iovdalog sxdxcoGuv, zr\v zs %cogocv 0:vzaiv zs[10vzs$ xal G(0[1atcc 8iag7td6civzsg iysvszo 8s zavza s7tt ag%1sgscog ,OvLov erzählt Josephus4). Also die Samaritaner haben zu jener Zeit (unter Onias) den Juden viel Leides zugefügt. Hätte der Dichter, wie man gewöhnlich will, unter Simon II., oder gar nach ihm geschrieben, warum lässt er früher im ganzen Buche Nichts von dem feindlichen Ausftreten der Samaritaner verlauten? War doch so viel von ihnen zu sagen! Aber nach unserm Versuche ist dies bisherige Schweigen doch erklärlich. Wenn auch die Samaritaner sich schon früher von den Juden getrennt, und durch die Errichtung ihres Tempels auf Garizim dieser Spaltung gleichsam ein Denkmal gesetzt, 80 konnten sie doch weder unter Alexander d. Gr., bei welchem ihr Fürsprecher ziemlich 3) So ist [nach der Vulgata und dem Syrer zu lesen und nicht wie der griechische Text hat sv ogsi 22a[1ciQsi ag, denn das dritte Volk sollen offeubar die Samaritaner sein. Vergl. auch Brettschn. zur Stelle. 4) Antiqq. XII, IV, 1. 11'

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