Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Das Buch Jesus Sirach
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 3)
- Language
- German
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138 Das Buch Jesus Sirach. das eigentliche Buch, d. 11. wozu es angelegt war (die Weisheitslehren und Sprüche), ,schon mit dem Cap. 43. nct6a 60<pict 7r«§« jivqLov beginnt das Buch und mit 7tavza sitoLriasv 6 kvqios, naitoTs svasßscw sSgotis cotpiav schliesst Cap. 43. Und nun sollte dem Buche, als würdiger Schluss, ein Ttcitsgcov vfivog angefügt werden, welcher denn auch wiederum seinen vollständigen Abschluss mit dem letzten Vers des C. 49 erhält. Gleichsam wie in einem Kreise sollten in diesem Hymnus alle preiswürdigen Vorfahren sich vereinigen. Mit Henoch beginnt er und schreitet fort bis zu Nehemias, dem letzten der Ruhmvollen (49, 13), und nun schliesst sich der Kreis, indem zum Ausgangspunkte, zu Henoch (V. 14) zurückgekehrt wird und durch den letzten Vers: JSrjfi xcd 2Jr)& .... %al v%Iq tlglv gooov iv xy %tL6si 3Adctfi steht der Hymnus voll und abgerundet da. Das Buch war auch damit zu Ende, und höchstens konnte man noch ein Gebet, ein Dank- und Loblied erwarten. Dieses wird sich der Verf. für spätere, für die letzten Tage aufgespart haben. Jahre mögen darüber hinweggegangen sein, der gerechte Simon war unterdess gestorben. Im hohen Greisenalter wollte nun der Verf. mit seinem Leben zugleich auch seinen Lebensbegleiter, sein Buch, gänzlich abschliessen. Er nahm es noch einmal vor; so durfte es aber nicht abgeschlossen werden, noch fehlte im Hymnus das Lob einer bedeutenden, ihm lieben Persönlichkeit, das des nun verstorbenen Simon. Es musste noch ein Nachtrag folgen; und als solcher charakterisirt sich denn auch das Cap. 50. Denn der Hymnus selbst war mit den letzten Versen des vorhergehenden Cap. geschlossen. Und nun begann er mit gemüthsvoller Pietät seinen Nachtrag mit den einfachen Worten : Simon, Sohn Onias u. 8. w., so lange er noch lebte, that er dies und jenes u. 8. w. Nun aber vergegenwärtigt sich ihm das Bild des Verewigten, tritt die herrliche Erscheinung dieses Priesters ihm gegenüber und erwacht in seinem Geiste die Erinnerung an den Glanz des Tempeldienstes zu jener Zeit. Die fernere Beschreibung wird denn auch im Verlaufe lebhaft, warm und farbenreich, und hohe Begeisterung führt die Feder des greisen Spruchdichters. Er hatte gesehen ״wie herrlich er (.Simon) war beim Hervortreten aus dem Innern des Vorhanges" (V. 5), gesehen, ״wie er erleuchtete, wenn er das prächtige Gewand angelegt beim Aufsteigen zum heiligen Altar" (V. 12), ge- &L - •, - - יי*»