Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 114 (sequence 3)
- Language
- German
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גןי ד ״י י“% 114 ־ Rezensionen und Ahzeigeri. nur schwach errathen lasst. — Die Eingangs gedachte Abhandhing, die das diesjährige Seminarprogramm bildetwill den Weg zu einer Literaturgeschichte der Responsen anbahnen und bezeichnet in ‘kurzen Umrissen den Umfang und Inhalt einer Literaturgeschichte der nachtalmudischen Responsen. Es wird einleitend das Wesen der Responsen, ihr Nutzen für Geschichte und Culturgeschichte dargelegt, und dass diese Literaturgeschichte, obschon auch die mischnische und talmud.LiteraturreichanResponsen ist, doch erst an die nachtalmudische Zeit anzuknüpfen habe. Es werden hierauf drei Punkte bezeichnet, die in der Geschichte dieser Literatur hervorzuheben sind: Die Zeit, in welcher die Responsen ergingen, Die Männer, welche die Responsen und in welcher Sprache sie sie erliessen, Die Authentie der Responsen. Hinsichtlich des ersten Punktes werden fünf Perioden abgegrenzt, deren erste drei: Responsen der Geonim, Responsen der Gelehrten der früheren spanischen und französischen Schule, Responsen der Gelehrten der späteren spanischen und französischen Schule umfassen; den zwei letzteren Perioden gehören die Responsen italienischer, türkischer, deutscher, endlich polnischer Gelehrten an. Nachdem die Kennzeichen der früheren und ״späteren Periöden bemerkbar gemacht worden, wird auf die ersten drei Perioden eingegangen. Die zweite und dritte Periode werden der ersten (der Geonimperiode) vorangestellt, weil diese dunkel ist und es zu ihrem Verständniss einer vorangehenden Orientirung auf dem Responsengebiete bedarf. — Es werden in jeder dieser Perioden die Männer namhaft|gemacht,von|denen wir Responsen besitzen, und werden manche Responsen angeführt. Die angeführten Responsen gehören, um ihnen Allgemeinverständlichkeit zu geben, dem rechtlichen und eherechtlichen Gebiete, manche auch der Exegese und dem Religionsphilosophischen an, manche sind bedeutsam durch die in ihnen sich findenden historischen Momente. Hinsichtlich der, einen wesentlichen Bestandtheil der Responsen bildenden Motivirung des erlassenen Bescheides, die doch nur dem kundigen Leser verständlich, musste auf die Originalresponsen verwiesen werden; auch werden in den betreffenden Anmerkungen die vorzüglicheren Responsen hervorgehoben und der Leser4auf sie aufmerksam gemacht. Da die Responsen sich häufig in Sammelwerken finden, so werden die Autoren,