Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 4)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen./ 115 deren Responsen in diesen Werken angeführt werden, namhaft gemacht. Vorzüglich wurde hier das Sammelwerk der Responsen des R. Meir b. Baruch aus Rothenburg, das eine wahre Fundgrube, im Auge behalten; eine eingehende Anmerkung (S. 55, 56) zählt alle in diesem Werke gebrachten Respondenten auf und gibt bei jedem dieser Respondenten die ihm gehörenden, durch das ganze Werk zerstreusten Responsen an. — Mit R. Nissim b. Reuben werden diese zwei Perioden abgeschlossen, -- Die Werke, sowie die verschiedenen Ausgaben werden bei den resp. Respondenten mitgetheilt, und hierbei Veranlassung zum Zweifel an der Echtheit mancher Responsen genommen. Ausführlich wird hierüber in einer besonderen Rubrik ״Ueber Authentie der Responsen" gesprochen. Es werden hier vorerst die Responsenwerke R. Salomon b. Aderet'8 und das Sammelwerk des R. Meir b. Baruch besprochen; hierauf wird auf die nur in Uebersetzung uns vorliegenden Responsenwerke des Alfasi, Ibn Migasch’ und Maimonides’ eingegangen. Die arab. Rosponsen Maimonides’ existiren noch im Manuscript, für die Responsen des Ibn Migasch bietet sich anderwärts manche Gewähr, schwieriger ist die Frage über die Richtigkeit der Uebersetzung der Responsen Alfasi’8. Eine eingehende Untersuchungj auf die wir die Aufmerksamkeit des kundigen Lesers, wie überhaupt auf den Abschnitt über die Authentie lenken wollen, weiset aus anderen Quellen, wie aus einem bei R. Simon b. Zemach erhaltenen arabischen Responsum Alfasi’s, die relative Treue der Uebersetzung nach. Es wird nun zu der Geonimperiode übergegangen. Als Grundlage wird hier das Sammelwerk Schaare Zedek genommen, auch wird auch das Werk ״Teschubot Geonim Kadmonim" herbeigezogen. — Nach Darlegung der Oeconomie des Werkes Schaare Zedek werden die Namen der daselbst angeführten Geonim, hierauf einige ihrer Responsen mitgetheilt. Neben diesen Responsen werden auch manche von den heutigen verschiedene Lesearten in Mischna und Talmud gegeben. Auch wird nachgewiesen, dass, die Geonim bis auf R. Saadia den jerusal. Talmud nicht gekannt; R. Saadia wurde durch seine Polemik mit dem Karäer Salmon b. Jerucliam zum Studium des jerus. Talmnd gedrängt. — Es wird nun über die Authentie des Schaare Zedek, namentlich über die Richtigkeit der an der Spitze man-