Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Das Buch Jesus Sirach
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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T^rit iT *V. י י• " vt - 1 *■ > . --׳ ׳ י ■י■«1 1 1 ״< 1 «1׳.ף )wu1..»u. Das Buch Jesus Sirach. 111 er würde dann nicht so viel Widerspruch gefunden haben T). Hält man nämlich dieses ganze mit Simon sich beschäftigende Stück den andern vorhergehenden Lobpreisungen entgegen, so steigert sich jene Vermuthung fast zur vollen Gewissheit. Da sind die drei Erzväter Abraham, Isaac und Jakob, da ist ein Moses, ja ein Salomo, zu dem unser Spruchdichter sich doch ganz besonders hingezogen fühlen musste, —- aber was hören wir über sie? Durchaus nicht viel mehr, als schon in der Bibel Preiswürdiges über sie gesagt ist, hier ist nur sehr geringe poetische Ausschmückung. Sagt man daher, jene dichterische Schilderung sei nichts weiter als eine leere Ausschmückung, nach der den Orientalen eigenthümlichen Vorliebe zur überschwänglichen Rede7 8), so fragen wir, ob bei den Anderen, und namentlich bei Salomo, nicht eher Gelegenheit zum orientalischen Schmucke und zur überschwänglichen Schilderung war, und dennoch zeigt der erste Blick, dass bei jenen nur ein sehr schwacher Aufwand von poetischer Ausschmückung ist. Oder will man gar dem Verfasser eine besondere Vorliebe für Priester zuschreiben9), 80 sehe man die Schilderung Ahron’s (Cap. XLV, 7) an, dort findet sich nur eine fast registermässige Aufzählung der im Pentateuch vorgesckri ebenen priesterlichen Kleidungsstücke, und man muss jene Schilderung im Verhältniss zu der des Simon nur eine einfache Beschreibung nennen. Hie und da zeigt sich dort ein unbedeutendes Epitheton, ein schwaches, poetisches Ornament, wo aber ist zu sehen jene begeisterte und schwunghafte, jene mit den glänzendsten Farben 7) Auch Fritzsche beschränkt sich blos auf die einfache trockene Behauptung und versucht es nicht auch nur mit einem Worte, die so vielseitig gemachten Einwände zu widerlegen. 8) Win er 1. 1. 6. 17. Nondum mihi persuaderi potuit, a Siracida Simonem.sic depingi, ut 60 aequali. usus fuisse videatur . . . . . quod vero Simonis tarn expressam repraesentat imaginem id in orientali scriptore nemo mirabitur. 9) Wie es z. B. Linde, Glaubens- und Sittenlehre Jesu, Sohnes Sirach, Einl. p. 8, nach dem Vorgänge Hess’ und anderer wirklich thut und daraus sogar einen Rückschluss auf den eigenen (Priester־) Stand unseres Verf. macht.