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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 3 · p. Seite 109

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 3
Article
Das Buch Jesus Sirach
Date
1865-01-01
Page
Seite 109 (sequence 9)
Language
German
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Das Buch Jesus Sirach. 109 Versuche und zwar von einem vereitelten Versuche, ge- Avaltsam in den Tempel einzudringen. Also auch diese Umstände sprechen, unserer Ansicht nach, ganz deutlich für die Identität des Sirach’schen Simon’s mit Simon I. Aber auch durch einen indirecten Beweis lässt sich diese Behauptung erhärten. Wäre unter jenem Simon Simon II. gemeint (wir sagen nicht, es hätte dann der Verfasser, oder doch der Uebersetzer, ihn genauer bezeichnen müssen 3), denn jener hatte es zu seiner Zeit nicht nöthig und von diesem, dem Uebersetzer, ist bei der genügend bekannten Scrupulosität, mit der er sich 8davisch an den Text hielt, durchaus nicht zu erwarten, dass er etwas zum Texte hinzufüge, zumal es ihm doch wohl klar war, welcher Simon gemeint sei, so fragen wir), wie durfte der Verfasser bei seiner panegyrischen Erhebung Simon’s II. den ersten Simon so ganz mit Stillschweigen übergehen? Musste er nicht bei Nennung des Namens ,,Simon“ sofort an den ersten denken? Lebte er nicht fort, wie wir gesehen, im Andenken und in der Sage? Durfte der Dichter so sehlichtweg von einem ״Simon, Sohn Onias'" sprechen, als wenn vor ihm gar kein Simon Sohn Onias' existirt hätte? Hatte der erste Simon nicht wenigstens ebensoviel Verdienste, war er nicht wenigstens eine eben so ״hervorragende Persönlichkeit4)“ wie der zweite, und berechtigte nicht den ersten Simon schon der ehrenvolle Beinainen zu einem Plätzchen in den ״v/xvot natbQCQv“‘! Ihn neben Simon II. ganz zu ignoriren, heisst ja ihn geringschätzen, missachten5)! So vereinigt sich denn Alles dazu, um uns in 3) Win er, Sacra pentecostalia . . . disputatur de utriusque Siracidaeaetate, meint S. 16: ״Scilicet Simeonem II. ut ipse Siracides Oniae tilium simpliciter appellare potuerit, tarnen nepos debebat popularium gratia accuratius significare, cum et prior ille Simon Oniam quendam patrem •habuisset.u 4) ״Nur die hervorragendsten Persönlichkeiten fanden Erwähnung“ und darum wird Simon I. übergangen, meint Fritzsche kurzweg. 5) Für Simon I. entscheidet sich auch Grätz in dieser Monatsschritt a. a. 0. in einer Anmerkung. Jedoch konnte uns der daselbst für diese Ansicht geführte indirecte Beweis, dass nämlich, wenn Simon II. gemeint wäre, der Hellenismus, der damals gerade so feindlich aufirat, von dem Verfasser nicht hätte unerwähnt bleiben dürfen,

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