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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 3 · p. Seite 105

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 3
Article
Das Buch Jesus Sirach
Date
1865-01-01
Page
Seite 105 (sequence 5)
Language
German
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' r Das Buch Jesus Sirach. 105 Aber auch wenn wir dem Talmud nicht glauben, dass 8imon d. Ger. schon unter Alexander d. Gr. gelebt und gewirkt (obwohl Nichts dagegen spricht), sondern hierin dem Jos.7) folgen wollten, dass Simon erst unter Ptolem. Philadelphus Hohepriester geworden, so ist damit noch nicht die Berechtigung genommen, ihn schon unter Ptolem. Lagi als bedeutende Personlichkeit eine Rolle spielen zu lassen. Auch lassen die Meisten, : und dies wollen wir hier nur constatiren, ihn unter Ptol. Lagi leben, nur geben sie, mehr oder minder von 'Josephus abweichend, die Zeit verschieden an8). So steht es mit Simon I. Einfacher verhält es sich mit Simon II. Hier herrscht ziemliche Uebereinstimmung, dass er unter Ptolem. Philopator c. 222 gelebt9). Und nun ist die Frage, welches Verdienstliche wissen wir von ihnen? Denn in gewisser Hinsicht ausgezeichnet, oder doch wenigstens verdienstlich muss der von unserem Verfasser gepriesene Simon gewesen sein. Ausser der freilich etwas allgemein gehaltenen, aber begeisterten und bis zum poetischen Schwünge sich steigernden Schilderung der Dienstverrichtung im Tempel und der imposanten Erscheinung des Priesters, die wohl kein gewöhnlicher Hohepriester hervorgerufen hätte, schreibt ihm unser Verfasser bestimmte positive Verdienste zu, die wir hier ausführlich citiren müssen. Zl{mv . . . heisst es daselbst 7) A. a. 0. XII, II, 5. 8) Eichhorn, Eiul. in die apokryph. Schriften S. 36, dein Usserius folgend, meint, Simon starb schon 293. De Wette, Lelirb. der historisch-kritischen Einleitung, sagt S. 433: ״Simon war Zeitgenosse des Ptolem. Lagi (um das Jahr 290)". Nach Ewald (Geschichte des Volkes Israel III, 2. Zeittafel) lebte er schon 310. Fritzsche 1. 1. Einl. S. XVI: ״Simon I. Hohepriester 310-291." Auf die ziemlich vereinzelnd stehende Meinung Zunz’s, Gottesdienstl. Vortr. S. 36. (ausser Herzfeld und Jost kennen wir Keinen, der diese Ansicht acceptirt. hätte), der nämlich Sim. den Ger. erst 232 wirken lässt, genauer einzugehen, ist hier nicht der Ort. 9) S. Jos. 1. 1. XII, IV, 10, vergl. Frabricius prolegg. inEcclesiasticum S. 354 F. und Ewald a. a. O. S. 305.

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