Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Das Buch Jesus Sirach
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 3)
- Language
- German
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י Das Bnch Jesus Sirach. 103 Üebersetzers angegebenen combinirt, und hat sie sich gegenzeitig bestimmen, aushelfen und beeinflussen lassen. Ja, man glaubte sich befugt, von der nur undeutlichen Andeutung des Verfassers abzusehen und sich nur an den griechischen Ueber־ setzer halten zu dürfen, und man sagte sich: ist einmal das Zeitalter des üebersetzers ermittelt, so braucht ja nur von ihm; als dem Enkel, bis zum Verfasser, als dem Grossvater desselben (denn der griechische Uebersetzer sagt ja im Prologe vom Verfassen: 6 7ca7t7tog!iov) , eine gewisse Zahl von Jahren (etwa 30, 40, 50 oder 60) zurückgerechnet zu werden, und das Zeitalter des Verfassers ist somit durch einen Rückschluss 60 ipso ermittelt. Oder man machte auf schwierigerem Wege den Schluss vom Grossvater auf den Enkel. Denn auch das im Prologe angegebene Datum ist etwas zweideutig. — Wir erblicken in dieser eben beschriebene Methode die Ursache aller Schwankung und Zwiespältigkeit, die in Bezug auf die Bestimmung des Zeitalters der beiden Siraciden noch heute herrscht. Denn abgesehen davon, dass ein solches sich gegenseitig Bestimmen, Beeinflussen und Beschränkenlassen der wahrhaften, wissenschaftlichen ünbefangenheit nur gefährlich werden kann, so ist auch durch einen solchen Rückschluss der vagen und willkührlichen Zeitangabe grosser Spielraum gegeben. Denn ein wie grosser Zeitraum zwischen einem Grossvater und Enkel liege, kann nur ungefähr und ungewiss angegeben werden; und von Haus aus es so anzulegen, dass man zu einem solchen schwankenden Resultate gleich- 8am gezwungen wird, kann nicht der Forschung förderlich sein. Wir wollen daher das Zeitalter eines jeden Siraciden besonders, selbstständig und unmittelbar aus ihm selber heraus zu ermitteln versuchen, und erst dann, wenn wir darüber zu einem gewissen Grade von Gewissheit gelangt sein werden, auch Zusehen, wie die Ermittelung sich zu dem verwandtschaftlichen Verhältnisse beider verhalte. Wir wenden uns nun, vorläufig von andern nur leisen Andeutungen absehend, an das, die sicherste Handhabe für die Zeitbestimmung bietende Gap. L. des Buches. Nachdem der Verfasser von Cap. XLIV. an, das Lob der berühmtesten Vorfahren angestimmt, beginnt er C. L. mit; Sincov ,Oviov xlög hpelg 0 [Lsyug2), erzählt uns, wodurch dieser sich um Stadt und Tem- 2) Wir citiren nach der neuesten vortrefflichen Tischendorf sehen Ausg